Davao: Über 1.700 Polizisten sichern friedliche Proteste während der SONA
EditAm Montag, den 27. Juli, fanden in Teilen der Region Davao friedliche Demonstrationen statt, während Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. seine fünfte Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) hielt. Verschiedene progressive und sektorale Organisationen nutzten ihr verfassungsmäßiges Recht auf Versammlungsfreiheit, um Forderungen nach Gerechtigkeit, mehr staatlicher Rechenschaftspflicht und strengeren Maßnahmen gegen Korruption zu artikulieren.
Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Gruppen wie die KMU und die Kabataan-Parteiliste. Die Demonstranten äußerten ihre Besorgnis über Themen wie Arbeit, Bildung, Regierungsführung und soziale Wohlfahrt. Dabei kritisierten sie auch Probleme, die nach Ansicht der Gruppen den Alltag der einfachen Filipinos weiterhin belasten.
Um die Sicherheit während der Kundgebungen zu gewährleisten, setzte das Polizeiregionalbüro der Davao-Region (PRO-Davao) insgesamt 1.772 Einsatzkräfte ein. Die Truppenstärke setzte sich aus Personal des Polizeibüros der Stadt Davao, den fünf Provinzialpolizeibüros der Region, dem Regional Mobile Force Battalion 11 sowie nationalen Unterstützungseinheiten zusammen. Die Beamten waren an strategischen Punkten stationiert, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, den Verkehr zu regeln und die Sicherheit der Öffentlichkeit sowie der Demonstranten zu gewährleisten.
Die Polizei zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Ereignisse. Brigadier General Leon Victor Z. Rosete, der Regionaldirektor der Polizei, lobte die Disziplin und Professionalität der Einsatzkräfte. Er betonte, dass die Polizei das Prinzip der maximalen Toleranz angewandt und die festgelegten Einsatzverfahren strikt eingehalten habe. Das friedliche Ende der Kundgebungen ohne Zwischenfälle spiegele das Engagement der Polizei für eine menschenrechtsbasierte Polizeiarbeit und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wider.
Insgesamt verliefen die Proteste in Davao ähnlich ruhig wie ähnliche Kundgebungen in Metro Manila und anderen Teilen des Landes. Präsident Marcos hatte in seiner Rede vor dem Kongress zuvor versprochen, Korruption konsequent zu bekämpfen und auch Beamten mit engen politischen oder persönlichen Verbindungen zu ihm zur Rechenschaft zu ziehen.



