Davao City weitet Erziehungsprogramme zur Prävention von Jugendkriminalität aus
EditUm die Familienstrukturen zu stärken und der Jugenddelinquenz entgegenzuwirken, weitet das Sozialamt von CSWDO seine kommunalen Interventionsmaßnahmen aus. Die Initiative wird in allen 182 Barangays der Stadt umgesetzt und basiert auf dem PES Program Act gemäß Republic Act Nr. 11908.
Melvin Pilvira, der als Verantwortlicher für die PES- und Erpat-Programme beim CSWDO fungiert, erläuterte am 31. August 2026 in einem Interview mit Davao City Disaster Radio die Bedeutung dieser Maßnahmen. Er bezeichnete institutionalisierte Erziehungsprogramme als entscheidende erste Verteidigungslinie gegen wachsende Herausforderungen für Jugendliche. Dazu zählen unter anderem Mobbing in Schulen, Gewalt durch Bruderschaften sowie extreme Risiken wie Schulschießereien, die international in den Medien präsent sind. Pilvira betonte, dass eine proaktive elterliche Anleitung im häuslichen Umfeld der primäre Schutz gegen Gewalt unter jungen Menschen bleibe. Er verwies darauf, dass Sozialarbeiter oft erst dann zum Einsatz kommen, wenn verzweifelte Eltern ihre Sorgekinder als letzten Ausweg der staatlichen Obhut übergeben wollen, was die Notwendigkeit früherer Interventionen auf Gemeindeebene unterstreiche.
Die Stadt verfolgt dabei einen zweigleisigen Ansatz. Das erste Programm, der PES, nutzt ein Curriculum aus 13 Kernmodulen. Diese behandeln die Rollen und Verantwortlichkeiten der Eltern, die kindliche Entwicklung, die Pflege von Kindern mit besonderen Bedürfnissen sowie die Katastrophenvorsorge. Ein spezielles Modul zum Thema „digitales Elternsein“ soll Eltern dazu befähigen, die Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu überwachen, die Nutzung sozialer Medien zu steuern und vor digitalen Risiken wie der Ausbeutung durch Gaming zu schützen. Für Familien von OFWs koordiniert das CSWDO über sein OFW Family Welfare and Crisis Center zudem Online-Beratungen zur Fernbetreuung der Kinder.
Parallel dazu setzt das Amt das Erpat-Programm ein, ein spezialisiertes Rahmenkonzept mit neun Modulen, das sich gezielt an Väter und männliche Erziehungsberechtigte richtet. Der Schwerpunkt liegt auf aktiver Vaterschaft, der gemeinsamen Aufteilung der Erziehungsaufgaben, positiver Disziplin und der Prävention häuslicher Gewalt. Pilvira erklärte, dass Väter lernen sollen, wie wichtig die gemeinsame Zeit zwischen Ehepartnern ist, damit Kinder ein harmonisches Zusammenleben erleben und nicht auf kriminelle Gedanken kommen. Er hob hervor, dass Kindererziehung und häusliche Disziplin als gemeinsame Pflichten von Ehemann und Ehefrau betrachtet werden sollten, anstatt diese Last allein den Müttern aufzubürden.
Bisher hat das CSWDO bereits 105 geschulte PES-Vermittler in den 15 Verwaltungsbezirken der Stadt eingesetzt. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Barangay-Räten, öffentlichen und privaten Schulen sowie Elternvereinigungen (PTAs) durch Module im Rahmen von Gemeindeversammlungen und Schultreffen. Eltern, die familiäre Belastungen erleben, werden dazu aufgerufen, frühzeitig Unterstützung über ihre lokalen Barangay-Hallen, die CSWDO-Bezirksämter oder die offizielle Facebook-Seite des CSWDO für Familienberatung und psychosoziale Unterstützung zu suchen.



