Sicherheit: Landesweit

Datenlecks auf den Philippinen: 155 Millionen kompromittierte Konten seit 2004

Seit 2004 wurden auf den Philippinen insgesamt 155,6 Millionen Nutzerkonten durch Datenlecks kompromittiert. Im zweiten Quartal 2026 waren über 216.000 Konten mit Bezug zu den Philippinen betroffen.

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Bild: PIA - Photo 1 (2)

Die Zahl der Lecks ist zwar im Vergleich zum ersten Quartal 2026 zurückgegangen, in dem 624.400 Konten betroffen waren, aber die Lage bleibt ernst. Statistisch gesehen ist im Durchschnitt jeder philippinische Internetnutzer bereits mindestens einmal von einem Datenleck betroffen gewesen. Laut dem Cybersicherheitsunternehmen Surfshark liegen die aktuellen Zahlen weiterhin über dem Niveau von 2025.

Das Unternehmen verzeichnete, dass 57,6 Millionen eindeutige E-Mail-Adressen und 78,2 Millionen Passwörter philippinischer Nutzer geleakt wurden. Dies setzt etwa die Hälfte der betroffenen Nutzer dem Risiko einer vollständigen Kontoübernahme aus. Innerhalb Südostasiens belegt die Philippinische Nation den zweiten Platz bei der Anzahl der kompromittierten Nutzerkonten.

Tomas Stamulis, Chief Security Officer bei Surfshark, warnte davor, dass der Rückgang der aktuellen Zahlen zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen könnte. Er wies darauf hin, dass gestohlene Daten nicht ablaufen und auch Jahre später noch für Betrug, Identitätsdiebstahl oder Finanzkriminalität genutzt werden können. Zudem beobachte man, dass Angreifer verstärkt leichtere Ziele ins Visier nähmen, insbesondere staatliche Institutionen und den öffentlichen Sektor, denen es oft an robusten Abwehrmechanismen fehle.

Global betrachtet wurden im zweiten Quartal 2026 insgesamt 102 Millionen Konten kompromittiert. Während die USA mit 29 Prozent den größten Anteil an den Lecks hielten, verzeichnete Europa erstmals seit 2020 mehr betroffene Konten als Nordamerika. Auf den Philippinen rät Stamulis zur Vorsicht: Persönliche Informationen sollten grundsätzlich als sensibel behandelt und nur bei absoluter Notwendigkeit preisgegeben werden.

Zur Risikominimierung empfiehlt er die Nutzung von Pseudonymen, Zweit-E-Mail-Adressen oder Diensten zur E-Mail-Maskierung.

Quellen: Interaksyon / Autor & Redaktion: (Cebu City seit 2014) · anhand dieser Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.