Cybercrime-Zentrum schaltet Konten mutmaßlicher Hacker vor SONA aus
EditDas CICC hat neun Social-Media-Konten deaktiviert, die mutmaßlichen Hacker-Gruppen zugeordnet werden. Diese Akteure sollen versucht haben, die fünfte Ansprache des Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) zu stören.
Wie CICC-Unterstaatssekretär Renato Paraiso in der Sendung Bagong Pilipinas Ngayon am Mittwoch mitteilte, zielten die identifizierten Personen und Gruppen darauf ab, Unruhen zu stiften. Sie wollten Bürger dazu aufrufen, durch Proteste oder Versammlungen die SONA-Veranstaltung zu sabotieren. Die entsprechenden Daten wurden bereits gesichert und an die Strafverfolgungsbehörden übergeben.
Paraiso erklärte, dass die Bedrohungen ernst zu nehmen seien, da die Akteure über die nötige Kapazität für solche Aktionen verfügten. Er wies darauf hin, dass die Verbreitung massiver Drohungen oft dazu diene, die Ressourcen der Behörden zu binden und die eigentlichen Täter zu verschleiern. Den Verantwortlichen drohen nun Anklagen wegen Computerbetrugs und Identitätsdiebstahls. Je nach Ermittlungsergebnis könnten zudem schwerwiegende Drohungen, Aufreizung zur Sedition oder Rebellion zur Last gelegt werden. Während die Meinungsfreiheit respektiert werde, müsse bei Gesetzesverstößen konsequent geahndet werden, so Paraiso.
Die digitalen Drohungen traten in einem Kontext erhöhter physischer Sicherheitsrisiken auf. In den Stunden vor der Ansprache von IEDs entdeckt. Eine Explosion ereignete sich am Montag auf dem Gelände des Justizministeriums in Manila, während kurz darauf ein weiterer Verdacht auf eine Sprengvorrichtung in der Nähe des Senats in Pasay City gemeldet wurde. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen.




