Chinesischer Botschafter betont Verteidigungscharakter der Militärmodernisierung
EditAm Freitag fand in Taguig City ein Empfang der chinesischen Botschaft statt, anlässlich des 99. PLA. Der chinesische Botschafter auf den Philippinen, Jing Quan, betonte dabei, dass China ungeachtet seiner wachsenden Stärke niemals nach Hegemonie oder Expansion streben werde.
Jing Quan beschrieb die Entwicklung des chinesischen Militärs als rein defensiv und darauf ausgerichtet, den Frieden zu sichern, anstatt Territorien zu erweitern. Die PLA sei eine Kraft, die sich für die globale Sicherheit und den Weltfrieden einsetze. Gleichzeitig hält China jedoch an seinen umfassenden Gebietsansprüchen im Südchinesischen Meer fest, die Teile der ausschließlichen Wirtschaftszone der Philippinen einschließen.
In Bezug auf die bilateralen Beziehungen zwischen China und den Philippinen wies der Botschafter darauf hin, dass sich beide Nationen an einem wichtigen Wendepunkt befänden. Es gebe gemeinsame Interessen, aber auch Differenzen und Herausforderungen. Jing Quan plädierte dafür, Dialog und Kooperation gegenüber Konfrontation und Konflikten vorzuziehen, um Fehlkalkulationen zu vermeiden.
Ein Beispiel für diese Bemühungen um Dialog ist das Treffen zwischen dem chinesischen Außenminister Wang Yi und der philippinischen Außenstaatssekretärin Ma. Theresa Lazaro in diesem Jahr. Bei diesem Gespräch hatten sich beide Seiten darauf geeinigt, maritime Probleme durch Gespräche zu lösen und die bilateralen Beziehungen zu verbessern. Eine offizielle Reaktion des philippinischen Außenministeriums auf Jings jüngste Äußerungen steht bislang aus.
An der Veranstaltung nahmen neben Offizieren der PLA und chinesischen Verteidigungsbeamten auch Mitglieder der diplomatischen Gemeinschaft teil. Vertreter der philippinischen Regierung waren bei dem Empfang nicht anwesend. China erkennt das Schiedsspruch-Urteil von 2016, welches die weitreichenden maritimen Ansprüche Pekings völkerrechtlich als unbegründet einstufte, weiterhin nicht an.



