Cebu plant Ausbau der Wasserversorgung für 15.000 Haushalte
EditDie Provinz Cebu plant, die Wasserversorgung in der Region massiv auszuweiten, um rund 15.000 Haushalte über neue Großwasserversorgungssysteme zu bedienen. Das Büro für interkommunale Wasserwerke der Provinz Cebu (CPIWSO) legte hierzu Pläne vor, die die derzeitige Abdeckung fast verdreifachen und so dem stetig wachsenden Bedarf der Bevölkerung gerecht werden sollen.
Nach einer Mitteilung des CPIWSO, die am Dienstag, den 8. September 2026, über die offizielle Facebook-Seite der Provinz veröffentlicht wurde, werden aktuell 5.365 Anschlüsse versorgt. Diese verteilen sich auf die Gemeinde Carmen im Nordosten Cebus sowie auf Moalboal im Südwesten. Die neuen Erweiterungsvorschläge sehen den Bau von Großwasseranlagen in den Gemeinden Oslob, Barili und Malabuyoc vor. Die Fertigstellung dieser Projekte wird für den Zeitraum zwischen 2027 und 2028 angestrebt. Bei einer erfolgreichen Umsetzung und Genehmigung würde die Zahl der aktiven Wasserversorgungssysteme der Provinz bis zum Jahr 2027 auf insgesamt sieben ansteigen.
Die wirtschaftlichen Erwartungen an die neuen Anlagen sind hoch. Sobald die geplanten Systeme in Betrieb sind, wird mit monatlichen Wasser-Einnahmen von etwa 10 Millionen Pesos gerechnet. Im Detail wird für die geplanten Anlagen in Oslob und Malabuyoc ein jährlicher Umsatz von jeweils 18 Millionen Pesos prognostiziert, während für das Werk in Barili 9 Millionen Pesos erwartet werden. Auch die bestehenden Anlagen in Carmen und Moalboal sollen modernisiert werden. In Carmen werden derzeit täglich sechs Millionen Liter Wasser produziert, in Moalboal sind es drei Millionen Liter. Die Einnahmen aus Moalboal beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 22,36 Millionen Pesos, während die Anlage in Carmen 1,62 Millionen Pesos erwirtschaftete. Bei voller Kapazität werden für diese Standorte jährliche Einnahmen von 27 Millionen bzw. 44 Millionen Pesos erwartet. Zudem wird die Aktivierung des Barili-Clusters B angestrebt, um nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen weitere Dörfer zu versorgen.
Dieser Infrastrukturausbau ist eine Reaktion auf die zunehmende Wasserknappheit. Die aktuelle Wasserproduktion deckt lediglich etwa die Hälfte des lokalen Bedarfs. Prognosen gehen davon aus, dass der tägliche Wasserbedarf der Provinz bis zum Jahr 2033 auf 400 Millionen Liter ansteigen wird. Gouverneurin Pamela Baricuatro hat bereits reagiert und Notfallgelder sowie Wasserwagen in die betroffenen Gemeinden entsandt. Ein wesentlicher Auslöser für die verstärkten Bemühungen waren zudem Wetterwarnungen von Meteorologen, die eine 79-prozentige Wahrscheinlichkeit für trockene Bedingungen zwischen Juni und August vorhersagten, was die Auswirkungen von El Niño verstärkt.
Neben der technischen Infrastruktur fordert der Leiter des CPIWSO, Aldrin Barade, eine deutliche personelle Aufstockung. Die Belegschaft soll von derzeit 26 auf 115 Mitarbeiter für das Hauptbüro und die Außendienststellen vergrößert werden. Zudem ist die Einrichtung eines Überwachungsnetzwerks für Wasserressourcen geplant, um die lokalen Quellen besser verwalten zu können. Projekte in San Fernando, Alegria, Tabogon und Boljoon sollen laut Barade ebenfalls dazu beitragen, die Wasserversorgung in der gesamten Provinz zu erhöhen.
Gouverneurin Baricuatro betonte zudem, dass das Wachstum der Infrastruktur zwingend mit dem Umweltschutz einhergehen müsse. Der Schutz der Wassereinzugsgebiete sei eine entscheidende Komponente für die langfristige Wassersicherheit der Provinz. Um diese Naturschutzmaßnahmen zu finanzieren, schlug Ingenieur Noel Tabasa vor, eine spezielle Wasserbehörde für Cebu (Cebu Watershed Authority) zu gründen oder neu zu konstituieren. Ein möglicher Finanzierungsmechanismus wäre die Erhebung einer Wasserabgabe von privaten Bauunternehmen, die in der Provinz tätig sind.
Parallel dazu plant die Provinzverwaltung die Reaktivierung der Provinzbehörde für Wasserressourcen (Provincial Water Resource Authority), um als zentrales Organ für die politische Gestaltung der Wasserbeschaffung und -verteilung zu fungieren. Elizar Sabinay vom Büro für Planung und Entwicklung der Provinz erklärte, dass diese Reaktivierung eine Redundanz in der Gesetzgebung vermeiden würde, da bereits ein umfassender Wasser-Kodex existiere. Eine funktionierende Behörde solle zudem die fragmentierte Verwaltung zwischen verschiedenen Stellen beenden, die Verteilung des Großwassers steuern und große Infrastrukturprojekte koordinieren, zu denen auch geplante Oberflächenwassertalsperren mit Werten von jeweils über 7 Milliarden Pesos gehören.





