Gesundheit: Cebu

Cebu erweitert Medizinstipendien zur Sicherung der ärztlichen Versorgung

Um den Personalbedarf in den staatlichen Krankenhäusern der Provinz Cebu langfristig zu decken, weitet die Provinzverwaltung ihr Stipendienprogramm „Study Now, Serve Later“ aus. Damit werden nun insgesamt 72 Medizinstudierende finanziell unterstützt. Die Erweiterung umfasst zwei zusätzliche Studierende im ersten Studienjahr, 22 Personen im zweiten sowie acht im dritten Jahr. Zuvor war das Programm auf 40 Studierende im ersten Jahr begrenzt.

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Symbolbild: Envato

Gouverneurin Pamela Baricuatro gab die Ausweitung am Montag, den 3. August, im Rahmen einer offiziellen Begrüßung für die Stipendiaten des College of Medicine der Cebu Normal University-Vicente Sotto Memorial Medical Center (CNU-VSMMC) bekannt. Das Programm richtet sich an qualifizierte Medizinstudierende, die keine Förderung durch das staatliche Stipendien- und Rückkehrdienstprogramm der Commission on Higher Education (CHED) erhalten.

Die Entscheidung zur Vergrößerung des Programms erfolgte, nachdem die Provinzverwaltung identifiziert hatte, dass die Einstellung der finanziellen Unterstützung für bereits eingeschriebene Studierende deren medizinische Ausbildung gefährdet hätte. Die Kooperation zwischen der Provinzverwaltung, dem Gesundheitsministerium in Zentralvisayas und dem CNU-VSMMC wurde bereits im Februar dieses Jahres durch eine Vereinbarung begründet.

Die finanzielle Unterstützung beläuft sich laut Dr. Elisse Nicole Catalan, Beraterin für das Gesundheitsprogramm der Provinzverwaltung (Capitol Piso Health Consultant), auf bis zu 150.000 Pesos pro Jahr und Stipendiat, was auch Zulagen einschließt. Als Gegenleistung verpflichten sich die Absolventen, für jedes Jahr der Förderung ein Jahr lang im Dienst der Provinzverwaltung zu stehen. Nach dem Abschluss des Studiums und dem Erwerb der medizinischen Lizenz steht den Absolventen ein automatischer Arbeitsplatz in einem der 16 Krankenhäuser der Provinz zur Verfügung. Diese umfassen vier Provinz- und zwölf Distriktkrankenhäuser.

Zusätzlich zur Pflichtdienstzeit können die Absolventen die Facharztweiterbildung im Bereich Familienmedizin über das praxisbasierte Residenzprogramm der Provinz absolvieren. Dr. Catalan erklärte, dass die Initiative dazu dient, einen stabilen Pool an Ärzten aufzubauen, um den Personalbedarf in den staatlichen Kliniken dauerhaft zu sichern. Sie bezeichnete die Maßnahme als Win-Win-Situation, da die Studierenden während ihrer Ausbildung unterstützt werden und ihre ersten Berufsjahre in der Provinz verbringen. Die Zahl der unter der Provinzverwaltung tätigen Ärzte ist laut Angaben von Dr. Catalan seit Beginn der aktuellen Amtszeit von 177 auf derzeit 328 gestiegen.

Da das Stipendienprogramm bisher noch nicht durch eine Provinzverordnung institutionalisiert wurde, erfolgt die Finanzierung aktuell über das Büro der Gouverneurin. Die Provinzverwaltung prüft nun gemeinsam mit Stanley Caminero, dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Provinzrates, eine entsprechende Gesetzgebung. Ziel ist es, das Programm fest zu verankern und ein dediziertes jährliches Budget bereitzustellen. Die Provinzverwaltung hat zudem zugesichert, die Studierenden bis zum Abschluss ihrer Ausbildung zu unterstützen, sofern sie die akademischen Anforderungen und Vorschriften des CNU-VSMMC erfüllen. Die Auswahl der Stipendiaten verbleibt in der Verantwortung der medizinischen Fakultät des CNU-VSMMC, die als einzige staatlich finanzierte medizinische Hochschule der Region die Zulassung nach eigenen Standards regelt.