Gesellschaft

Cebu City prüft finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende

Der Stadtrat von Cebu City hat grundsätzlich einer Verordnung zugestimmt, die qualifizierten Alleinerziehenden eine monatliche finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.000 Pesos gewähren soll. Trotz der grundsätzlichen Unterstützung forderten die Ratsmitglieder strengere Kriterien für die Berechtigung sowie zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch, bevor die Stadt jährlich mindestens 22 Millionen Pesos für das Programm bereitstellt.

Aerial view of Bonifacio Global City
Symbolbild: Envato

Die von Ratsmitglied Harry Eran verfasste Verordnung sieht vor, die lokale Unterstützung für Alleinerziehende zu institutionalisieren. Ein Teil des Entwurfs sieht die Einrichtung eines speziellen Büros für Alleinerziehende (Solo Parents Office) unter der Leitung des Abteilung für soziale Dienste (Department of Social Welfare and Services, DSWS) vor. Der Ausschuss für Recht und Gestaltung wird nun die Überarbeitung der Förderbedingungen, der Finanzierung, der Sicherheitsvorkehrungen sowie die Struktur des neuen Büros prüfen.

Nach Angaben der Leiterin des DSWS, Porcia Basmayor, gibt es in Cebu City derzeit 3.212 registrierte Bewerber aus dem Kreis der Alleinerziehenden. Davon erfüllen nach aktuellen Einkommensprüfungen jedoch nur 1.862 die Voraussetzungen. Als finanzielle Grenze gilt ein monatliches Einkommen von maximal 11.528 Pesos, was dem Mindestlohn der Stadt entspricht. Die Stadtverwaltung erwägt zudem, zusätzliche Anforderungen wie den Wohnsitz, die Wählerregistrierung, das Alter sowie eine Validierung durch Sozialarbeiter einzuführen. Personen, die wieder mit einem Partner zusammenleben oder ausreichende finanzielle Unterstützung durch einen Ehepartner oder Partner erhalten, sollen nicht förderfähig sein. Zudem wurde diskutiert, die Subvention auf Bewerber ab 18 Jahren zu beschränken, um Missbrauch vorzubeugen; aktuell sind lediglich zwei minderjährige Alleinerziehende registriert.

Ratsmitglied Francis Esparis schätzt die jährlichen Kosten des Programms auf etwa 22,34 Millionen Pesos, eine Summe, die laut Basmayor den prognostizierten Finanzbedarf der Stadt deckt. Das DSWS hat bereits seit 2024 jährlich 20 Millionen Pesos beantragt, konnte jedoch bisher keine vollständige Finanzierung sichern. Für den Haushalt 2027 wurden ebenfalls 20 Millionen Pesos vorgeschlagen. Basmayor betonte die Notwendigkeit des Programms, da viele Alleinerziehende Schwierigkeiten haben, die Ausbildung ihrer Kinder und den täglichen Bedarf zu finanzieren.

Im Rahmen der Debatte wies Ratsmitglied Sisinio Andales darauf hin, dass die Definition eines Alleinerziehenden möglicherweise zu breit gefasst sei, und drängte auf eine Vereinfachung. Zudem wurde diskutiert, dass die Stadt nicht einfach die Strafbestimmungen des nationalen Gesetzes (Republic Act 11861) übernehmen könne, da lokale Regierungen durch den Local Government Code in ihren Befugnissen eingeschränkt sind. Bestehende Leistungen nach nationalem Recht, wie zusätzlicher Elternurlaub, Bildungsbeihilfen und Rabatte auf bestimmte Grundbedürfnisse, bleiben von der neuen lokalen Verordnung unberührt.

Quellen

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