Cebu begrüßt wirtschaftliche Pläne aus Sonas, fordert jedoch konkrete Umsetzung
EditDie Pläne von Präsident Ferdinand Marcos Jr. zur Stärkung der Wirtschaft und zur Bekämpfung der Korruption wurden in Cebu von lokalen Beamten und der Wirtschaftsgemeinschaft positiv aufgenommen. Dennoch bleibt die zentrale Frage, ob die Regierung in den verbleibenden zwei Jahren ihrer Amtszeit diese Versprechen in spürbare Ergebnisse für die Bevölkerung umsetzen kann.
In seiner jüngsten Ansprache an die Nation (State of the Nation Address, SONA) am 27. Juli legte der Präsident den Fokus auf verschiedene Reformen. Dazu gehören unter anderem die Anhebung der Einkommensteuerfreigrenze, Entlastungen für kleine Unternehmen, Reformen im Energiesektor sowie eine verstärkte Unterstützung der Landwirtschaft. Zudem wurden Initiativen zur digitalen Transformation und die Fortsetzung von Infrastrukturausgaben angekündigt.
Der Ökonom Fernando „Perry“ Fajardo betonte, dass eine SONA primär als Liste von Verpflichtungen und nicht als Liste vollendeter Taten zu verstehen sei. Der eigentliche Test werde im kommenden Jahr stattfinden, wenn die Vorschläge durch den Gesetzgebungsprozess gehen, im nationalen Haushalt finanziert werden und von den Regierungsbehörden umgesetzt werden müssen. Wirtschaftlicher Erfolg solle sich letztlich an der Lebensqualität der Menschen messen lassen und nicht nur an BIP-Zahlen oder Investitionsankündigungen.
Fajardo begrüßte insbesondere die geplanten Steuererleichterungen für Arbeitnehmer und kleine Betriebe, da diese den Konsum und das Unternehmertum fördern könnten. Auch die Reformen zur Senkung der Stromkosten stießen auf Zustimmung, da hohe Energiepreise die Industrialisierung und Wettbewerbsfähigkeit des Landes bremsen. Im Bereich der Landwirtschaft forderte er jedoch verstärkte Investitionen in Bewässerung, Logistik und Forschung, um die Ernährungssicherheit angesichts von Inflation und Klimaschocks zu gewährleisten.
Hinsichtlich der Infrastruktur und der Korruptionsbekämpfung mahnte der Ökonom, dass Projektentscheidungen auf wirtschaftlichen Analysen statt auf politischen Erwägungen basieren sollten. Transparenz bei der Beschaffung und die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit seien zudem entscheidende Signale für Investoren. Glaubwürdigkeit in der Regierungsführung entstehe nicht durch Versprechen, sondern durch eine konsequente Umsetzung.


