Cadiz fördert nachhaltige Kaffeeindustrie durch neue Verarbeitungsanlage
Die Stadtverwaltung von Cadiz in der Provinz Negros Occidental plant den Bau einer Kaffeeverarbeitungsanlage, um die lokale Kaffeeindustrie in den höher gelegenen Gemeinden nachhaltig zu stärken. Das Projekt wird durch Mittel aus dem Programm für soziale Unternehmensverantwortung (CSR) von AboitizPower finanziert.
Bürgermeister Salvador Escalante Jr. erklärte am Freitag, 24. Juli, dass die Anlage ein zentraler Bestandteil eines ehrgeizigen Programms zur Entwicklung der Kaffeeerzeugung sei. Ziel der Stadt ist es, die Kaffeeplantagen innerhalb der nächsten vier Jahre auf 1.000 Hektar auszudehnen, was etwa einer Million Kaffeebäumen entspricht. Bisher wurden bereits 250.000 Bäume auf einer Fläche von 250 Hektar gepflanzt.
Die Kosten für die Verarbeitungsstätte werden auf etwa 15 bis 20 Millionen Pesos geschätzt. Escalante betonte, dass er das Projekt als langfristige Alternative zu herkömmlichen Ernährungsprogrammen vorgeschlagen habe. Anstatt kurzfristiger Hilfen solle eine Existenzsicherung geschaffen werden, die dauerhafte Vorteile bietet. Da der Barangay V.F. Gustilo das Zentrum der Kaffeeplantagen bildet, stimmte der Partner Aboitiz dem Vorhaben zu.
Von dem Programm sollen mehr als 1.400 Kaffeebauern aus rund 1.500 Familien profitieren, was etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung von Cadiz entspricht. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass die Bauern nach der Fertigstellung der Anlage Eigentümer der Einrichtung werden. Sie sollen den Kaffee selbst verarbeiten und vermarkten, um Zwischenhändler auszuschalten und die Gewinne direkt zu behalten.
Die Wahl fiel auf Kaffee, da dieser die Bemühungen der Stadt zur Wiederaufforstung unterstützt. Im Gegensatz zu Nutzhölzern, die nach wenigen Jahren gefällt werden, ermöglichen Kaffeebäume eine Ernte der Bohnen, ohne die Bäume oder die schützenden Schattenbäume zu zerstören. Die Plantagen werden auf staatlich verwaltetem Land unter einem speziellen Programm des Department of Environment and Natural Resources (DENR) angelegt.
Unterstützung erhält die Initiative auch durch das TUPAD-Programm des Arbeitsministeriums (Department of Labor and Employment). Dieses ermöglicht es Begünstigten, während der Arbeit in den Bergen beim Aufbau der Plantagen ein Einkommen zu erzielen. Die Stadtverwaltung stellt zudem kostenloses Saatgut, Dünger und technisches Know-how zur Verfügung. Um die Produktion zu optimieren, hat die Stadt bereits Delegationen nach Vietnam, Brasilien, Indonesien und Japan entsandt.
Quellen
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.