Wirtschaft

BPO-Arbeiterverband begrüßt neues Gremium für Arbeitsrechtsreformen

Die Koalition UNITED BPO Workers of the Philippines (UNITED BPO) hat die Einrichtung eines speziellen Unterausschusses für die Business Process Outsourcing-Branche (BPO) als bedeutenden Fortschritt gewertet. Der NTIPC hat am 16. Juli die Gründung des sogenannten Ad Hoc BPO-Unterausschusses beschlossen, um einen formalen Dialog zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Regierung zu ermöglichen.

Photo 1 (2)
Bild: PIA - Photo 1 (2)

Das neue Gremium soll sich mit dringenden Themen der Branche befassen. Dazu gehören die Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen sowie die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz (OSH). Zudem stehen Anpassungen der Belegschaft, technologische Entwicklungen, die Produktivität und die ethische Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf der Agenda. Ziel ist es, Richtlinien zu schaffen, die Arbeitsplätze schützen, anstatt menschliche Arbeitskraft durch Technologie zu ersetzen.

Roland De La Cruz, Präsident des UNI Global Union Philippine Liaison Council (UNI-PLC) und Mitbegründer von UNITED BPO, forderte das Gremium auf, unverzüglich konkrete Schutzmaßnahmen zu erarbeiten. Er betonte die Notwendigkeit verbindlicher Gesundheitsleistungen und spezifischer Programme zur Arbeitssicherheit. Während der Unterausschuss als wichtiger Schritt gilt, verfolgt die Koalition weiterhin das langfristige Ziel einer gesetzlich verankerten „Magna Carta für BPO-Arbeiter“, um branchenweite Sicherheit zu gewährleisten.

Die Initiative stößt auch in den Provinzen auf Unterstützung. Vertreter der National Federation of Labor, wie Generalsekretär Rouland Sitoy, wiesen darauf hin, dass die spezialisierte Struktur helfen könne, Durchsetzungslücken in Regionen wie Zentral-Visayas zu schließen. Dies solle sicherstellen, dass auch außerhalb der Metropolregion Manila faire Arbeitsstandards, Beschäftigungssicherheit und Arbeitsschutz eingehalten werden.

Für die Beschäftigten in den Callcentern bedeutet die Entscheidung eine Chance, ihre Arbeitsbedingungen direkt bei den Entscheidungsträgern vorzubringen. Arbeitnehmer berichteten, dass sie bisher bei Problemen mit Arbeitsbelastung, Nachtschichten oder wechselnden Leistungskennzahlen oft auf die Personalabteilungen angewiesen waren, die primär die Interessen des Managements vertraten. Mit dem neuen Ausschuss erhoffen sie sich eine Stimme bei der Gestaltung ihrer beruflichen Zukunft.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.