Betrüger geben sich als Polizisten aus, um Familien von Festgenommenen zu erpressen
EditIn Iloilo City häufen sich Fälle von Telefonbetrug, bei denen sich Unbekannte als Polizeibeamte ausgeben, um Geld von den Angehörigen festgenommener Personen zu erpressen. Das Polizeibüro von Iloilo City (ICPO) verzeichnete seit Amtsantritt des Polizeichefs, Colonel Wilbert Parilla, am 8. Januar 2026, insgesamt sieben solcher gemeldeten Betrugsanrufe.
Die jüngsten Vorfälle zeigen verschiedene Methoden der Täter. In einem Fall erhielt eine 20-jährige Fischverkäuferin eine Nachricht von einer Person, die vorgab, ein Polizist aus Bulacan zu sein. Der Absender behauptete fälschlicherweise, eine Drogenlieferung sei auf dem Weg zu ihr. Als die junge Frau nachhakte, wurde behauptet, die Nachricht sei eigentlich für einen Kollegen bestimmt gewesen. Ein weiterer Fall betraf die Geschwister eines festgenommenen Ratsmitglieds eines Barangays. Ein Anrufer, der sich als Polizist ausgab, versprach, den Fall zu manipulieren und die Freilassung des Verdächtigen zu erwirken. Die Polizei plante eine Falle, doch der Anrufer zog sich kurz zuvor zurück.
Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Anrufer nicht aus Iloilo stammen. Bisher konnten keine konkreten Verdächtigen identifiziert werden. Das ICPO arbeitet mit der regionalen Anti-Cybercrime-Einheit 6 zusammen, um digitale Beweise zu sichern, und hat die Telekommunikationsunternehmen gebeten, die Daten der verwendeten Mobilfunknummern zu bewahren.
Neben den Täuschungen als Polizisten gab es auch Fälle, in denen sich Personen als Richter ausgaben. Diese behaupteten, Haftbefehle gegen gesuchte Personen erlassen zu haben. In einem weiteren Vorfall forderte ein Anrufer, der vorgab, von der Polizeistation 4 in Iloilo City zu sein, 150.000 PHP von der Familie eines festgenommenen Drogenverdächtigen, um dessen mögliche Freilassung zu ermöglichen. Colonel Parilla betonte, dass die philippinische Nationalpolizei (PNP) niemals Geld für rechtliche Prozesse fordert. Kautionen, Bußgelder und andere Verpflichtungen müssten ausschließlich über offizielle und transparente staatliche Kanäle abgewickelt werden.













