Bankmanagerin bezeichnet 500-Millionen-Peso-Abhebung des Vizepräsidentenbüros als ungewöhnlich
EditDie Abhebung von insgesamt 500 Millionen Pesos durch das OVP wird vor dem Senatsanklaggericht als höchst ungewöhnlich eingestuft. Violeta Constantino, eine pensionierte Filialleiterin der Land Bank of the Philippines (Landbank), sagte am Mittwoch, 29. Juli 2026, aus, dass diese Transaktionen in ihrer 32-jährigen Laufbahn beispiellos seien.
Die Zeugin, die die Filiale in der Shaw Boulevard leitete, erklärte vor dem Gericht, dass es sich um vier separate Abhebungen in Höhe von jeweils 125 Millionen Pesos handelte. Diese fanden im Zeitraum zwischen Dezember 2022 und Juli 2023 statt. Die Gelder wurden von der ehemaligen speziellen Auszahlungsbeauftragten des OVP, Gina Acosta, bar abgehoben. Die Verteidigung räumte im Zuge der Anhörung ein, dass es sich bei den vier Landbank-Schecks um authentische Dokumente handelte.
Constantino betonte gegenüber Senatorin Risa Hontiveros, dass die Abhebungen deshalb aus der Reihe tanzten, weil die Gelder vollständig in bar ausgezahlt wurden. Während andere Regierungsbehörden für Auszahlungen üblicherweise Schecks verwenden, sei dieser Vorgang untypisch. Zudem seien die meisten staatlichen Stellen mittlerweile auf elektronische Zahlungen und Online-Systeme umgestiegen, was derart hohe Bargeldtransaktionen nahezu ausschließe.
Der Transport der Summen erfolgte laut Aussage der ehemaligen Managerin unter eher unüblichen Umständen: Jede Tranche von 125 Millionen Pesos wurde in etwa vier Sporttaschen verpackt und auf einem Rollwagen aus der Filiale transportiert. Ein gepanzerter Geldtransporter wurde nicht eingesetzt, da die Bank keine entsprechende Vereinbarung für Geldlieferdienste hatte und das OVP keinen solchen Dienst angefordert hatte. Das Büro hatte die Bank jedoch ein bis zwei Tage im Voraus informiert, damit diese die nötigen Bargeldbestände aus dem Cash-Center bereitstellen konnte.
In der Debatte merkte Senator Alan Peter Cayetano an, dass eine ungewöhnliche Banktransaktion nicht automatisch illegal sei, sofern alle erforderlichen Dokumente vorlägen und die Vertreter autorisiert gewesen seien. Constantino stimmte zu, dass der Vorgang zwar außergewöhnlich, aber nicht zwangsläufig rechtswidrig war, da die Bankprozesse eingehalten wurden.


