Gesellschaft

Baguio City erhöht Müllgebühren zur Sicherung der Abfallentsorgung

In Baguio City werden die monatlichen Gebühren für die Müllabfuhr in Privathaushalten deutlich angehoben. Bürgermeister Benjamin Magalong verteidigte die Entscheidung des Stadtrats, die eine notwendige Maßnahme sei, um die Qualität der städtischen Abfallentsorgung langfristig zu sichern.

Smiling Woman Nurse Holding Water Bottle OutdoorsDragonImages
Symbolbild: Envato

Der Bürgermeister erklärte in einem Video des städtischen Informationsbüros (Baguio City Public Information Office), dass die bisherige Gebühr von lediglich 20 Pesos pro Monat seit über 20 Jahren unverändert geblieben sei. Unter diesen Bedingungen könne die Stadt die hohen Kosten für die Entsorgung nicht mehr decken. Jährlich fließen etwa 200 Millionen Pesos an Subventionen in die Sammlung und den Transport von nicht recycelbarem Abfall zu kommerziellen Deponien außerhalb der Stadt.

Die Stadt hat aufgrund der geografischen Gegebenheiten keine Möglichkeit, eine eigene Deponie zu betreiben. Nachdem die einzige offene Mülldeponie in Barangay Irisan im Jahr 2012 dauerhaft geschlossen wurde, musste der Abfall aus der Stadt transportiert werden. Ein Bau von Deponien innerhalb des Stadtgebiets wurde verworfen, da das Gelände dafür ungeeignet ist.

Nach der Verabschiedung der Verordnung durch den Stadtrat muss der Bürgermeister die Regelung noch unterzeichnen, damit sie in Kraft tritt. Für Privathaushalte sieht die neue Regelung eine monatliche Gebühr von 75 Pesos vor, was jährlichen Kosten von 900 Pesos entspricht. Wer den Jahresbetrag bis zum 20. April im Voraus bezahlt, erhält einen Rabatt von 10 Prozent und zahlt somit nur 810 Pesos.

Auch für gewerbliche und institutionelle Einrichtungen werden die Gebühren angepasst. Unterkünfte wie Hostels oder Pensionen zahlen je nach Bettenkapazität zwischen 400 und 1.000 Pesos monatlich, während Hotels basierend auf der Anzahl ihrer Zimmer zwischen 600 und 1.200 Pesos entrichten. Für andere Unternehmen wie Krankenhäuser, Restaurants oder Banken richten sich die Gebühren nach der Größe, Kapazität oder der Anzahl der Mitarbeiter. Betriebe, die zusätzlich eine weitere Geschäftslinie im selben Gebäude führen, müssen eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 25 Prozent des Hauptsatzes zahlen.

Um die Eintreibung der Gebühren zu erleichtern, kann der Stadtkämmerer die Schatzmeister der einzelnen Barangays (Stadtteile) zur Einziehung beauftragen. Die Barangays erhalten 50 Prozent der eingenommenen Gebühren ihrer Bewohner. Bei einer effizienten und vollständigen Einziehung kann dieser Anteil auf 75 Prozent steigen. Bei Zahlungsverzug wird ein Aufschlag von 25 Prozent sowie ein monatlicher Zinssatz von 2 Prozent erhoben.

Quellen