Bacolod City führt gesundheitsfördernde Zonen an Schulen ein
EditUm die Ernährungssituation von Kindern zu verbessern, führt Bacolod City in allen öffentlichen und privaten Schulen sowie in den Kinderentwicklungszentren (CDCs) sogenannte „Child Healthy Zones“ ein. Diese Initiative soll eine ausgewogene Ernährung zu fördern und das DepEd für Softdrinks und ungesunde Getränke auf Schulgeländen konsequent durchzusetzen.
Die Grundlage hierfür bildet die Verordnung über die „Child Healthy Zones“ in Bacolod City, die vom Stadtrat (Sangguniang Panlungsod) in der dritten und finalen Lesung verabschiedet wurde. Die Regelung untersagt den Verkauf, das Servieren oder die Verteilung von ungesunden Lebensmitteln und Getränken in Schulkantinen und Cafeterien. Dies gilt ebenso für mobile Händler sowie für Lebensmittelbetriebe in der unmittelbaren Umgebung der Schulen und CDCs.
Konkret ist es mobilen Verkäufern, festen Ständen und kommerziellen Einrichtungen in einem Umkreis von 50 Metern um die Bildungseinrichtungen untersagt, zuckerhaltige Getränke, künstlich aromatisierte Säfte, frittierte Snacks oder stark verarbeitete Lebensmittel anzubieten. Die Verordnung wurde von der Stadträtin Em Ang verfasst und von den Stadträten Celia Matea Flor sowie Bobby Rojas mitgestaltet.
Der Anlass für diese Maßnahme ist eine ernste Ernährungskrise in der Stadt. Laut dem Stadtrat steht Bacolod in nationalen Rankings unter den hochurbanisierten Städten (HUCs) und unabhängigen Komponentenstädten (ICCs) an siebter Stelle bei Untergewicht mit 875 gemeldeten Fällen. Zudem belegt die Stadt den achten Platz bei Übergewicht und Adipositas mit 742 Fällen. Besonders betroffen sind dicht besiedelte Stadtteile wie Singcang Airport mit 229 Fällen und Alangilan mit 69 Fällen.
Stadträtin Em Ang erklärte, dass die hohe Dichte an unregulierten Straßenverkäufern, kleinen Läden (Sari-Sari Stores) und Verkaufsständen in der Nähe von Schulen ein Ernährungsumfeld schafft, das die Essgewohnheiten der Schüler negativ beeinflusst und direkt zu den steigenden Mangelernährungsraten beiträgt. Da Kinder besonders anfällig für Mangelernährung und ernährungsbedingte nicht übertragbare Krankheiten sind, müsse ein Umfeld geschaffen werden, das gesundes Essen fördert.
Gegen Verstöße sieht die Verordnung abgestufte Strafen vor. Bei einem ersten Verstoß wird eine Geldstrafe von 1.000 Pesos verhängt, verbunden mit der Pflicht zur Teilnahme an einem Seminar über Kinderernährung, das vom städtischen Gesundheitsamt durchgeführt wird. Ein zweiter Verstoß kostet 3.000 Pesos und zieht eine 30-tägige Aussetzung der Geschäftsgenehmigung oder Verkaufslizenz nach sich. Bei einem dritten oder weiteren Verstoß drohen 5.000 Pesos Strafe sowie der sofortige Entzug der Lizenz.
Zudem werden Schulen und CDCs dazu aufgerufen, in ihren Kantinen den Verkauf nahrhafter Speisen zu priorisieren. Der Stadtrat empfiehlt den Einrichtungen, frische Produkte von lokalen landwirtschaftlichen Genossenschaften und aus städtischen Gärten in Bacolod zu beziehen, um die lokale Landwirtschaft zu unterstützen und die Frische der Lebensmittel zu gewährleisten.




