Ausländische Direktinvestitionen auf den Philippinen im ersten Halbjahr 2026 rückläufig
EditDie FDI auf den Philippinen sind im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Prozent gesunken. Nach Daten der Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), die am 10. September veröffentlicht wurden, beliefen sich die Nettozuflüsse in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 3,382 Milliarden US-Dollar. Im ersten Halbjahr 2025 lag dieser Wert noch bei 4,116 Milliarden US-Dollar.
Für den Monat Juni 2026 verzeichnete die BSP Nettozuflüsse in Höhe von 447 Millionen US-Dollar. Damit fielen die Investitionen im Vergleich zu den 638 Millionen US-Dollar im Mai aus, lagen jedoch über dem Vorjahreswert von 331 Millionen US-Dollar. Die Zentralbank führte den Rückgang im Juni auf sinkende Nettoinvestitionen in Schuldinstrumente sowie auf die Entwicklung bei den Reinvestitionen von Gewinnen zurück.
Ein wesentlicher Faktor für die monatliche Entwicklung war der Umschwung bei den Netto-Eigenkapitalinvestitionen, die im Juni ein Minus von 52 Millionen US-Dollar erreichten. Dies markierte eine Kehrtwende gegenüber den positiven 77 Millionen US-Dollar im Mai, stellte jedoch eine geringfügige Verbesserung gegenüber dem Vorjahresmonat dar, in dem ein Minus von 57 Millionen US-Dollar verzeichnet wurde. Die Reinvestition von Gewinnen stieg hingegen von 99 Millionen US-Dollar im Mai auf 130 Millionen US-Dollar im Juni an, verglichen mit 91 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Im Bereich der Netto-Schuldinstrumente wurden für Juni 369 Millionen US-Dollar registriert. Dieser Wert liegt unter den 462 Millionen US-Dollar aus dem Mai, aber über den 297 Millionen US-Dollar des Vorjahres. Die kumulierten Netto-Eigenkapitalinvestitionen für das laufende Jahr belaufen sich auf 489 Millionen US-Dollar. Damit liegen sie unter dem Vormonatswert von 541 Millionen US-Dollar, aber über den 307 Millionen US-Dollar des Vorjahreszeitraums.
Die Investitionen stammten vorwiegend aus Japan, den USA und Singapur. Die Mittel flossen hauptsächlich in die Bereiche verarbeitendes Gewerbe, Finanz- und Versicherungswesen sowie in die Immobilienbranche. Als ausländische Direktinvestitionen gelten laut BSP Investitionen nichtansässiger Direktinvestoren in philippinische Unternehmen mit einem Eigenkapitalanteil von mindestens 10 Prozent sowie Investitionen ausländischer Tochtergesellschaften in ihre philippinischen Muttergesellschaften. Die FDI setzen sich aus Eigenkapital, der Reinvestition von Gewinnen und Kreditaufnahmen zusammen.






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