Gesellschaft: Landesweit

Stromversorgung in Mindanao und Visayas kritisch: Netzbetreiber meldet Alarmstufen

Am Freitag, den 11. September, kam es in den Stromnetzen von Mindanao und Visayas zu erheblichen Versorgungsschwankungen. Die verfügbare Kapazität sank in Mindanao auf 2.572 MW, während die Spitzenlast gleichzeitig auf 2.622 MW anstieg. In Visayas lag die verfügbare Kapazität bei rund 2.012 MW, während die erwartete Spitzenlast 2.389 MW erreichte.

Aerial view of the stunning coastline and clear waters of Cebu Island in the Philippines
Symbolbild: Envato

Die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) meldete für das Netz von Mindanao eine siebenstündige rote Alarmstufe, die von 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr andauerte. Für das Netz in Visayas wurde die rote Alarmstufe zudem im Vergleich zum vorherigen Zeitplan verlängert und galt dort von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Vor der roten Alarmstufe gab es in Visayas zudem gelbe Alarmstufen zwischen 13:00 und 14:00 Uhr sowie zwischen 22:00 und 23:00 Uhr.

Als Gründe für den Engpass in Mindanao nannte der Netzbetreiber den Ausfall der Einheiten 2 und 3 von GNPower Kauswagan sowie einen erzwungenen Ausfall der Einheit 2 von Therma Marine Inc. am Vormittag. Zudem verzeichneten das Iligan Diesel Power Plant (Einheiten 1 und 2) sowie die Western Mindanao Power Corporation eine geringere Kapazität. Insgesamt sind in Mindanao in diesem Monat 15 Kraftwerke außer Betrieb, während 16 weitere seit 2024 nicht verfügbar sind und sieben mit reduzierter Leistung laufen. Der gesamte Kapazitätsverlust für das Mindanao-Netz beläuft sich auf etwa 882,4 MW. In Visayas gab der Netzbetreiber an, dass neun Kraftwerke derzeit nicht arbeiten, darunter die Einheiten 1 und 2 von Therma Visayas Inc. sowie die Einheit 3 der Panay Energy Development Corporation. Zusätzlich sind 24 weitere Anlagen seit 2021 nicht verfügbar und 14 arbeiten mit reduzierter Leistung, was einen Gesamtausfall von etwa 1.030,1 MW zur Folge hat.

Die NGCP erklärt, dass eine rote Alarmstufe immer dann ausgegeben wird, wenn die Stromversorgung nicht ausreicht, um sowohl die Nachfrage der Verbraucher als auch die regulatorischen Anforderungen des Netzes zu decken. Eine gelbe Alarmstufe wird hingegen verhängt, wenn die Betriebsmarge die erforderlichen Sicherheitsreserven unterschreitet.