Politik

ASEAN-Vertrag: Schweden, Polen, Rumänien und Litauen treten bei

Die Philippinen haben in ihrer Funktion als Vorsitz der ASEAN den Beitritt von Schweden, Polen, Rumänien und Litauen zum Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien (TAC) begrüßt. Bei einer feierlichen Unterzeichnungszeremonie am Freitag wurden die vier Länder als neueste Vertragsparteien willkommen geheißen, was die Bedeutung des Abkommens für den Frieden, den Dialog und die regionale Zusammenarbeit unterstreicht.

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Bild: PIA - asean tac

Die philippinische Außenministerin Maria Theresa P. Lazaro erklärte, dass der Beitritt der vier Nationen nicht nur einen formalen Prozess abschließe, sondern den Beginn einer gemeinsamen Verpflichtung zur Wahrung der Kernprinzipien des Vertrages markiere. Diese Prinzipien, gegenseitiger Respekt, die friedliche Beilegung von Streitigkeiten, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und Zusammenarbeit, seien seit fünf Jahrzehnten wegweisend für die ASEAN und ihre Vertragsparteien. Der Beitritt spiegele das anhaltende Vertrauen der internationalen Gemeinschaft in den TAC als grundlegenden Verhaltenskodex wider.

Die Zeremonie fiel zudem mit dem 50. Jahrestag des Vertrages zusammen. Außenministerin Lazaro betonte, dass die wachsende Zahl der Vertragsparteien die gemeinsame Verantwortung zur Förderung von regionaler und globaler Stabilität stärke. In der kommenden hochrangigen Konferenz der Vertragsparteien sollen die Teilnehmer Möglichkeiten erörtern, die Zusammenarbeit zu vertiefen und die Prinzipien des Vertrages zur Förderung von Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung weiter zu festigen.

Vertreter der neuen Mitgliedstaaten äußerten sich zu ihren Beweggründen und Zielen. Der schwedische Verteidigungsminister Pål Jonson betonte, dass Schweden die zentrale Rolle der ASEAN unterstütze und als langfristiger Partner in Bereichen wie Handel, Sicherheit, digitalem Wandel sowie Wissenschaft und Technologie zur Verfügung stehe. Er hob hervor, dass erfolgreiche Partnerschaften auf gegenseitigem Vertrauen basieren müssten.

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Symbolbild: Envato

Wojciech Balczun, der polnische Staatsminister für Staatsvermögen, verwies auf die Expertise Polens in der wirtschaftlichen Transformation, der Digitalisierung und der Energiewende. Er erklärte, dass polnische Unternehmen bereit seien, in Sektoren wie Verteidigung, Bergbau, Cybersicherheit und Ernährungssicherheit beizutragen. Zudem sehe Polen große Chancen, den Handel und die Investitionen im Einklang mit der Partnerschaft zwischen der EU und der ASEAN zu vertiefen.

Für Rumänien betonte der Minister für Bildung und Forschung, Mihai Dimian, dass das Land einer Gemeinschaft beitritt, die durch Respekt vor der Souveränität und friedliche Konfliktlösung gebunden ist. Diese Prinzipien seien heute ebenso relevant wie vor 50 Jahren.

Der litauische Außenminister Kęstutis Budrys erklärte, dass der Beitritt im Einklang mit Litauens Indo-Pazifik-Strategie stehe, die die ASEAN als Schlüsselpartner für eine sichere und wohlhabende Zukunft identifiziert. Litauen teile das Engagement für das Völkerrecht und lehne die Androhung oder Anwendung von Gewalt ab. Er unterstrich, dass jedes Land das Recht habe, seinen Entwicklungsweg ohne externen Druck zu wählen.

Quellen

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