Wirtschaft

ASEAN und China intensivieren Zusammenarbeit bei Handel und Katastrophenschutz

Im Rahmen des Treffens der Außenminister von China und der ASEAN wurden wichtige Maßnahmen zur Stärkung des Handels sowie zur Verbesserung der humanitären Koordination und der Notfallreaktion in Südostasien erörtert. Dies geschah unter der philippinischen ASEAN-Vorsitzführung für das Jahr 2026, die von der Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. genutzt wird, um die regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Resilienz gegenüber Katastrophen voranzutreiben.

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Bild: PIA - cover photo chinese foreign minister wang yi 1

Der chinesische Außenminister Wang Yi betonte vor den ASEAN-Außenministern, dass engere Handelspartnerschaften und koordinierte Mechanismen zur Katastrophenbewältigung dazu beitragen können, stabile Lieferketten aufrechtzuerhalten. Dies erleichtere den Transport lebensnotwendiger Güter und verbessere die humanitäre Hilfe in Notlagen. Das Treffen fällt zudem auf das fünfte Jubiläum der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und der ASEAN.

Die wirtschaftliche Kooperation zwischen China und der ASEAN wird durch modernisierte Handelsabkommen vertieft, unter anderem durch die Unterzeichnung eines geänderten Protokolls für die dritte Phase der China-ASEAN-Freihandelszone. Laut Wang überstieg das jährliche Handelsvolumen zwischen China und der ASEAN im vergangenen Jahr die Marke von einer Billion US-Dollar, wodurch beide Seiten seit sechs aufeinanderfolgenden Jahren den Status als wichtigste Handelspartner des jeweils anderen halten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Verbesserung von Zollverfahren und der Erleichterung des Handels, um einen unterbrechungsfreien Warenfluss zu gewährleisten und Unternehmen mehr Planungssicherheit im regionalen Handel zu bieten. Zudem wurden Initiativen zur Stärkung der Katastrophenresistenz geprüft, etwa durch einen engeren Austausch meteorologischer Informationen, die Koordination der Notfalllogistik und die Zusammenarbeit bei der humanitären Hilfe.

Wang erklärte, dass eine koordinierte Planung und ein rechtzeitiger Informationsaustausch Regierungen dabei helfen können, effektiver auf Ereignisse wie Taifune oder Erdbeben zu reagieren, welche Gemeinden und Lieferketten stören können. Die Delegierten diskutierten zudem die Bereitstellung von Hilfsgütern wie Wasserreinigungstabletten, Planen und Nahrungsmitteln sowie die Abstimmung von Evakuierungsplänen, um lokalen Behörden eine schnellere Reaktion zu ermöglichen.

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Neben der Katastrophenhilfe wurden Maßnahmen zur Erleichterung der Visumserteilung untersucht, um das Reisen für Fachkräfte aus Wirtschaft, Bildung und der Schifffahrt zu vereinfachen. Dies soll die technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern. Wang hob zudem die Bedeutung von gegenseitigem Vertrauen und verlässlichem Informationsaustausch beim Management von Schifffahrtsrouten, Energiesystemen und Umweltfragen hervor.

Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit verifizierter Informationen und einer koordinierten Kommunikation der Regierungen. Durch zentralisierte Informationssysteme, regelmäßige Briefings zwischen den Behörden und Schulungsprogramme sollen lokale Verwaltungen und Gemeinschaftsorganisationen besser in die Lage versetzt werden, Hilfsmaßnahmen präzise auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen und gleichzeitig Transparenz sowie Rechenschaftspflicht zu stärken.

Die Treffen finden unter dem Motto „Navigating Our Future, Together“ statt und sind Teil der ASEAN-Außenministerkonferenz unter der Leitung der Philippinen. Ziel der Serie ist es, regionale Partnerschaften zu vertiefen und durch regelbasierte Zusammenarbeit sicherere Lieferketten sowie koordinierte Notfallreaktionen für die Gemeinschaften in der gesamten Region zu schaffen.

Quellen