Gesellschaft: Rizal

Armutsempfinden unter philippinischen Familien steigt auf 55 Prozent

Eine aktuelle Umfrage der Social Weather Stations (SWS) zeigt, dass mehr als die Hälfte der philippinischen Familien ihre eigene wirtschaftliche Lage im September als arm eingestuft hat. Der Anteil derer, die sich selbst als arm bezeichnen, stieg von 49 Prozent im Juni auf 55 Prozent an, was schätzungsweise 16,8 Millionen Familien entspricht.

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Symbolbild: Envato

Auch die selbst wahrgenommene Ernährungsarmut nahm zu. Laut den SWS-Daten kletterte dieser Wert von 36 Prozent auf 44 Prozent, was etwa 13,3 Millionen Familien betrifft. Die Umfrage wurde vom 21. bis 27. September durch persönliche Interviews mit 1.500 Erwachsenen im ganzen Land durchgeführt. Dabei wird die subjektive Wahrnehmung der Familien gemessen, was von der offiziellen Armutsrate der Regierung abweicht.

Angesichts dieser Zahlen haben Manny Pacquiao, Sekretär der Nationalen Kommission gegen Armut (NAPC), und Landwirtschaftssekretär Francisco P. Tiu Laurel Jr. über eine Ausweitung staatlicher Hilfen zur Existenzsicherung beraten. Ziel der Kooperation ist es, die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern und nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen, insbesondere für Landwirte und Fischer. Ein Schwerpunkt der Gespräche lag dabei unter anderem auf der Verbesserung der Bewässerung.

Im Rahmen der Zusammenarbeit soll die NAPC Programme des Landwirtschaftsministeriums in armen Gemeinden und städtischen Gebieten unterstützen. Tiu Laurel betonte, dass diese Partnerschaft der Anweisung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. folge, die Bemühungen der Behörden zur Armutsbekämpfung besser zu koordinieren. Pacquiao plant zudem, sich für zusätzliche Unterstützung bei der Wohnraumversorgung und für Bildungskosten einzusetzen.