Armutsbekämpfung auf den Philippinen: Arbeitslosigkeit und Selbstwahrnehmung der Armut steigen
Ein Jahr nach den Versprechen von Präsident Ferdinand Marcos Jr. zur Bekämpfung von Armut und Hunger auf den Philippinen zeigt sich eine schwierige Lage. Aktuelle Daten deuten auf einen Rückschlag hin, obwohl die Regierung im Rahmen ihrer SONA im Jahr 2025 die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Unterstützung von Kleinunternehmen zur Armutsbekämpfung versprach.
SWS aus dem März 2026 stuften sich 52 Prozent der philippinischen Familien, etwa 14,5 Millionen Haushalte, selbst als arm ein. Dies entspricht einem Anstieg von einem Prozent gegenüber dem Wert von 51 Prozent im November 2025. Innerhalb dieser 14,5 Millionen Familien gelten 9,9 Millionen als dauerhaft arm, 2,7 Millionen als regelmäßig arm und 1,9 Millionen als neu in die Armut gerutscht.
Die Arbeitslosenzahlen sind ebenfalls gestiegen. Im Mai 2026 waren laut der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) rund 2,5 Millionen Filipinos ab 15 Jahren ohne Beschäftigung oder Lebensunterhalt. Im Vergleich dazu gab es im April 2026 2,41 Millionen Arbeitslose und im Mai 2025 2,03 Millionen. Die Arbeitslosenquote lag im Mai 2026 somit bei 4,8 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vormonat und 3,9 Prozent im Mai des Vorjahres.
Trotz dieser Herausforderungen betont die Regierung unter Malacañang ihr Engagement, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, Investitionen anzuziehen und Unterstützung für entlassene Arbeiter sowie zurückkehrende Arbeitsmigranten bereitzustellen. Das DOLE verstärkt laut eigenen Angaben die Arbeitsbildung für Absolventen und weitet landesweite Jobmessen aus. Zudem arbeitet das Ministerium mit der TESDA zusammen, um die Qualifikationen der Arbeitnehmer zu verbessern.
Ein zentraler Pfeiler der nationalen Strategie zur Armutsreduzierung bleibt das Pantawid Pamilyang Pilipino Program (4Ps). Das DSWD gab im Mai bekannt, dass seit 2022 etwa 1,4 Millionen Familien das Programm erfolgreich abgeschlossen haben. Im Zuge einer Neuausrichtung der Maßnahmen wurden jedoch nur 500.000 Begünstigte im Programm belassen. Im Rahmen des TUPAD-Programms für benachteiligte und entlassene Arbeiter werden zudem Maßnahmen zur Förderung des Unternehmertums integriert.
Quellen
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