Wirtschaft: Cotabato, South Cotabato

Architekten fordern Nutzung von Bambus als modernen Baustoff

Am 7. August 2026 findet in South Cotabato das Mindanao Bamboost Forum statt, bei dem führende philippinische Architekten die Bedeutung von Bambus als leistungsfähigen Baustoff für die moderne Architektur diskutieren werden. Das Forum mit dem Titel „The South Cotabato Experience“ soll die Möglichkeiten von Bambus in der modernen Architektur aufzeigen.

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Symbolbild: Envato

Die Veranstaltung wird von der Base Bahay Foundation (BASE) in Zusammenarbeit mit dem South Cotabato Bamboo Industry Development Council organisiert. Ziel ist es, Architekten, Innenarchitekten, Ingenieure, Entwickler und politische Entscheidungsträger zusammenzubringen, um Bambus von einem traditionellen Material zu einem etablierten, strukturellen Werkstoff weiterzuentwickeln.

Die Architekten Rhalf Abne vom Kawayan Design Studio und Christian Salandanan von Sangay Architects sind als Hauptredner angekündigt. Beide Experten setzen sich dafür ein, das veraltete Image von Bambus als minderwertiges „Bauholz für Arme“ oder Material für temporäre Strandhütten zu überwinden. Rhalf Abne, bekannt für den Bau des Dumaguete Pavillons, des bisher größten Bambuspavillons der Philippinen, betont, dass groß angelegte Strukturen die Leistungsfähigkeit des Materials beweisen.

Christian Salandanan, der unter anderem den MLR Polo Pavillon für die Südostasienspiele 2019 entwarf, hebt das ästhetische Potenzial von Bambus hervor. Er argumentiert, dass Bambus durch gutes Design eine Wärme und sensorische Qualität vermitteln kann, die Beton oder Stahl nicht bieten. Sein Ansatz konzentriert sich auf die Kombination von Bambus mit anderen Materialien, um moderne Stadtentwicklungen zu ermöglichen.

Um den Einsatz von Bambus im großen Stil zu ermöglichen, betont Luis Felipe Lopez, General Manager der Base Bahay Foundation, die Notwendigkeit systematischer Ansätze. Dazu gehören die Standardisierung von Design-Richtlinien, die Entwicklung skalierbarer Technologien sowie die Schulung lokaler Handwerker vor Ort, um die Lücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung zu schließen.