Wirtschaft: Landesweit

Arbeitsministerium unterstützt höhere Steuerfreibeträge für Arbeitnehmer

Das philippinische Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DOLE) unterstützt den Vorschlag von Präsident Ferdinand Marcos Jr., die Grenze für die Einkommensteuerbefreiung anzuheben. Wie Arbeitsminister Francis Tolentino am Mittwoch, den 29. Juli 2026, mitteilte, würde eine Erhöhung des jährlichen Freibetrags von bisher 250.000 Pesos auf 350.000 Pesos nicht nur Mindestlohnempfänger entlasten, sondern auch jene Arbeitnehmer, deren Einkommen über dem gesetzlichen Minimum liegt.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Laut Tolentino würde die Maßnahme landesweit eine große Anzahl von Beschäftigten begünstigen. Er appellierte an den Kongress, die notwendigen Änderungen am nationalen Steuergesetz (National Internal Revenue Code, NIRC) zeitnah voranzutreiben. Da die Umsetzung eine gesetzliche Grundlage erfordere, könne dies bei entsprechender Priorisierung durch die Legislative sehr schnell geschehen, so der Arbeitsminister in Bezug auf die im fünften SONA des Präsidenten geäußerte Forderung.

Trotz der Unterstützung durch das Ministerium stößt der Vorschlag auf Kritik seitens der Gewerkschaften. Der Trade Union Congress of the Philippines (TUCP) erklärte am selben Tag, dass eine Steuerreform allein nicht ausreiche, um die Kaufkraft der Arbeitnehmer wiederherzustellen. Die Gewerkschaft betonte, dass Steuererleichterungen für mittlere Einkommen den dringenden Bedarf an einer Lohnerhöhung nicht ersetzen könnten. Das TUCP fordert stattdessen die Verabschiedung einer gesetzlich verankerten täglichen Lohnerhöhung von 200 Pesos, um ein nationales existenzsicherndes Lohnniveau zu erreichen.

Die Gewerkschaft vertritt die Ansicht, dass es für die Arbeiterschaft weitaus bedeutsamer wäre, wenn der Präsident sowohl die Anhebung der Steuerfreibeträge als auch die geplante Lohnsteigerung als dringlich eingestuft und vorangetrieben würde. Ohne höhere Löhne blieben viele Einkommen unter der verfassungsrechtlich garantierten Existenzgrenze oder sogar unter der offiziellen Armutsschwelle der Regierung.