Anwalt weist Vorwürfe gegen Martin Romualdez zurück
Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, hat versucht, die Philippinen zu verlassen, behauptete stellvertretender Ombudsmann Mico Clavano am Montag gegenüber Pressevertretern. Gegen Romualdez liegt jedoch eine vorsorgliche Ausreiseverordnung (PHDO) des Antikorruptionsgerichts Sandiganbayan vor. Clavano forderte die Grenzbehörden und Strafverfolgungsorgane auf, mögliche Ausreiseversuche weiterhin genau zu überwachen.
Ade Fajardo, der Rechtsbeistand von Romualdez, wies diese Behauptung am Dienstag zurück. Er erklärte, dass die Aussagen von Clavano jegliche Grundlage entbehrten. Fajardo betonte, dass Romualdez seit dem Ausbruch der Kontroverse um die Hochwasserschutzmaßnahmen im Land geblieben sei und bereit sei, sich allen Untersuchungen zu stellen.
Gegen Romualdez laufen Untersuchungen wegen mutmaßlicher Plünderung, direkter und indirekter Bestechung, Geldwäsche sowie Verstößen gegen das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption. Er gilt als zentrale Figur in einem Skandal um Hochwasserschutzprojekte, bei dem Milliarden an öffentlichen Geldern durch gefälschte Infrastrukturvorhaben veruntreut worden sein sollen.
Fajardo äußerte zudem die Sorge, dass solche unbegründeten Anschuldigungen den Eindruck erwecken könnten, Romualdez sei schuldig. Der Anwalt verteidigte die Position seines Mandanten und betonte dessen Bereitschaft, die Wahrheit ans Licht zu bringen.