Wirtschaft: Landesweit

Agrarsektor: Wirtschaftsvertreter begrüßen Regierungspläne, mahnen aber finanzielle Nachhaltigkeit an

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) Initiativen zur Unterstützung von Landwirten und Fischern vorgestellt, die von der philippinischen Agrar- und Lebensmittelindustrie begrüßt wurden. Die Philippine Chamber of Agriculture and Food Inc. (PCAFI) bezeichnete die Ausführungen als umfassend und beeindruckend.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Trotz der positiven Resonanz äußerte Danilo Fausto, Präsident der PCAFI, Bedenken hinsichtlich der langfristigen Finanzierung der Ernährungssicherheit. Angesichts eines steigenden Haushaltsdefizits und der nationalen Verschuldung sowie des Wegfalls einiger Einnahmequellen stelle sich die Frage, wie die hoch subventionierten Programme dauerhaft finanziert werden können.

Die Branchenvereinigung Samahang Industriya ng Agrikultura (Sinag) begrüßte Maßnahmen wie das subventionierte Reisprogramm, die Verteilung von Agrarland an berechtigte Landwirte und den Ausbau von Anlagen zur Nachernteverarbeitung. Jayson Cainglet, Exekutivdirektor von Sinag, betonte jedoch, dass die Unterstützung für die Reisbauern auf demselben Niveau wie das Programm für günstigen Reis (P20-Reis) bleiben müsse, um die nationale Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Um die lokale Produktion zu schützen und die Preise für Erzeuger zu stabilisieren, forderte Cainglet eine Stärkung der finanziellen Kapazitäten der Nationalen Lebensmittelbehörde (National Food Authority, NFA). Er appellierte an den Kongress, mindestens 50 Milliarden Pesos für den Ankauf von ungeschältem Reis (Palay) bereitzustellen, um die Abhängigkeit von privaten Marktakteuren zu verringern.

Abschließend mahnte Sinag zu mehr Transparenz bei Handelsverhandlungen mit Partnern wie der Europäischen Union, Kanada und Chile. Cainglet warnte davor, dass Zollsenkungen in Freihandelsabkommen ohne ausreichende Schutzmaßnahmen für einheimische Produzenten der philippinischen Landwirtschaft erheblichen Schaden zufügen könnten.