Politik

50. Jahrestag des ASEAN-Vertrags über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien

Im Rahmen der 59. Außenministerkonferenz der ASEAN, die vom 20. bis 24. Juli 2026 in Metro Manila stattfindet, wird das 50-jährige Bestehen des Vertrags über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien (Treaty of Amity and Cooperation, TAC) gefeiert.

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Bild: PIA - Lester_CMS (4)

Der TAC ist ein historisches multilaterales Abkommen, das am 24. Februar 1976 in Bali, Indonesien, ins Leben gerufen wurde. Er dient als grundlegende politische und diplomatische Richtlinie, um den Frieden, die nationale Souveränität und gute Beziehungen zwischen den Ländern in der Region zu wahren. Die ursprünglichen Gründungsmitglieder, die den Vertrag unterzeichneten, waren die Philippinen, Indonesien, Malaysia, Singapur und Thailand.

Alle Unterzeichnerstaaten des TAC sind zur Einhaltung von fünf Kernprinzipien verpflichtet: die Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität jedes Staates, das Recht auf freie Führung ohne äußere Einmischung oder Drohungen, das Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, die friedliche Beilegung von Konflikten durch diplomatische Gespräche statt durch Gewalt sowie eine effektive Zusammenarbeit zur Förderung der regionalen Entwicklung.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
Quelle: Google

Zur Umsetzung dieser Ziele wurde der sogenannte High Council ins Leben gerufen. Dieses Gremium besteht aus Vertretern auf Ministerebene der Mitgliedstaaten. Seine Aufgabe ist es, formell auf Streitigkeiten zu reagieren, die den regionalen Frieden gefährden könnten, falls direkte Verhandlungen zwischen zwei Ländern scheitern. Der High Council kann Maßnahmen zur Konfliktlösung empfehlen oder als Vermittlungsausschuss fungieren, um Spannungen abzubauen. Die Verfahren des High Council können jedoch nur angewendet werden, wenn alle beteiligten Länder ausdrücklich und direkt zustimmen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1976 hat sich der Kreis der Vertragsparteien erheblich erweitert. Während der Vertrag ursprünglich nur fünf Länder umfasste, gibt es heute 58 hochrangige Vertragsparteien. Dazu gehören 11 Staaten aus Südostasien sowie 47 Nicht-ASEAN-Staaten und weitere Organisationen. Zum Abschluss der Außenministerkonferenz am 24. Juli werden voraussichtlich vier neue europäische Länder dem Abkommen beitreten: Schweden, Rumänien, Litauen und Polen.

Quellen