Wirtschaftswachstum auf Philippinen droht massiv einzubrechen
Das Wirtschaftswachstum der Philippinen könnte im zweiten Quartal auf bis zu 1,42 Prozent sinken. CPBRD des Repräsentantenhauses würde dies das schwächste vierteljährliche Wachstum seit über 17 Jahren bedeuten, sofern man die pandemiebedingten Rückgänge unberücksichtigt lässt.
Die CPBRD-Modelle liefern für das zweite Quartal Schätzungen, die zwischen 1,42 Prozent und 4,07 Prozent liegen. Während nur ein Modell eine Wachstumsrate von über 4 Prozent vorhersagte, konzentrierten sich die meisten Prognosen auf einen Bereich zwischen 2 und 3 Prozent, was zu einem Medianwert von 2,68 Prozent führt. Sollte der untere Wert von 1,42 Prozent eintreten, läge dies deutlich unter dem Ziel der Regierung unter Präsident Marcos, das für das Jahr 2026 auf 3,5 bis 4,5 Prozent festgesetzt wurde.
Als Hauptursache für die negative Entwicklung nennt der Bericht die Auswirkungen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Der daraus resultierende Energieschock im Nahen Osten führe zu massiv gestiegenen Inputkosten. Da die Philippinen als Netto-Energieimporteur besonders anfällig sind, belasten die seit März steigenden Ölpreise die heimischen Preise und die Geschäftskosten erheblich.
Diese Entwicklung belastet zudem den privaten Konsum, der ein zentraler Motor der philippinischen Wirtschaft ist. Der Konsum trug im ersten Quartal bereits nur 2,2 Prozentpunkte zum BIP bei, was den schwächsten Wert seit dem dritten Quartal 2010 (außerhalb der Pandemie) darstellt. Zudem erschwert die anhaltend hohe Inflation, die seit Beginn des Krieges über dem Zielbereich von 2 bis 4 Prozent liegt, die wirtschaftliche Lage, da sie die Kaufkraft der Haushalte schwächt. Schätzungen zufolge verlor jeder Peso zwischen 2020 und 2025 etwa 20 Prozent an Wert.