Wildkatzen-Gefahr im Mt. Apo Natural Park: Behörden warnen vor feralen Katzen
EditDas philippinische Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) hat seine Besorgnis über eine wachsende Population von feralen Katzen, also verwilderten Hauskatzen, im Schutzgebiet des Mt. Apo Natural Park geäußert. Die Tiere stellen eine ernsthafte Bedrohung für die dortige Tierwelt dar.
Erste dokumentierte Sichtungen von frei laufenden Katzen im Park gehen laut der Regionalabteilung des DENR in Davao auf das Jahr 2016 zurück. Die Tiere wurden ursprünglich durch Essensreste angelockt, die von Wanderern an Campingplätzen zurückgelassen wurden. Inzwischen haben sich die Katzen jedoch an das Leben in der Wildnis angepasst und können weitgehend unabhängig von Menschen überleben, wobei sie auch tiefer in die Waldgebiete des Berges vorgedrungen sind.
Besonders gefährdet sind heimische Vogel- und Säugetierarten. Eine der am stärksten bedrohten Arten ist die Mindanao-Drossel (Mindanao Island Thrush), ein Vogel, der ausschließlich auf der Insel Mindanao vorkommt und häufig in den höheren Lagen des Mt. Apo zu finden ist. Wildkameras haben bereits dokumentiert, dass sich sowohl die feralen Katzen als auch die Mindanao-Drosseln an denselben Orten aufhalten. Obwohl bisher keine direkten Jagdvorfälle dokumentiert wurden, stellt die Anwesenheit der Katzen eine tödliche Gefahr für die Vögel dar.
Das DENR weist darauf hin, dass Hauskatzen von Natur aus geschickte Jäger sind und Beute wie kleine Vögel, Säugetiere und Reptilien schlagen können. Weltweit haben sie bereits zum Aussterben von 63 Tierarten beigetragen. Zudem bereitet die hohe Fortpflanzungsrate der Tiere Sorge: Ein weibliches Tier kann bis zu zweimal im Jahr zwei bis drei Junge zur Welt bringen, was bei fehlendem Management zu einem rasanten Populationswachstum führt.
Michael Cleofe, der Superintendent des Mt. Apo Natural Park, appellierte an alle Bergsteiger und Wanderer, die Tiere niemals zu füttern, egal wie harmlos sie wirken mögen. Er mahnte zudem dazu, keine Essensreste oder Abfälle zu hinterlassen, den Müll ordnungsgemäß wieder mitzunehmen und die „Leave No Trace“-Prinzipien (Hinterlasse keine Spuren) strikt einzuhalten.
Um der Situation entgegenzuwirken, wird die Verwaltung des Parks humane Katzenfallen in den Gebieten einsetzen, in denen Sichtungen gemeldet wurden. Die gefangenen Tiere sollen sicher aus dem Schutzgebiet transportiert und den zuständigen lokalen Regierungsbehörden (Local Government Units, LGUs) zur ordnungsgemäßen Handhabung und Unterbringung übergeben werden. Für diese fortlaufenden Managementmaßnahmen wurden bereits zusätzliche Fallen beschafft.




