Wasserversorgung in Iloilo: Hohe Kosten für Haushalte ohne Anschluss
In der philippinischen Stadt Iloilo führt die unzureichende Wasserversorgung zu einer massiven finanziellen Belastung für die Bevölkerung. Laut einem Bericht des Daily Guardian zahlen Haushalte ohne direkten Anschluss an das Leitungsnetz für Wasser ein Vielfaches des regulären Tarifs.
Nach einer schrittweisen Preiserhöhung, die im März 2026 voll wirksam wurde, beträgt der Basistarif für Haushalte mit einem Anschluss von Metro Pacific Iloilo Water (MPIW) 28,67 PHP pro Kubikmeter. Das Institute of Contemporary Economics (ICE) beziffert den Anteil der Haushalte ohne Anschluss im Versorgungsgebiet auf etwa 74 Prozent. Diese Familien sind auf Wasserwagen angewiesen und zahlen zwischen 150 PHP und 250 PHP pro Kubikmeter, das entspricht dem Fünf- bis Neunfachen des Versorgungsrates.
Die Versorgungslage ist durch erhebliche Defizite geprägt. Während das Mandat eine Lieferung von 170 Millionen Litern pro Tag (MLD) vorsieht, liefert das MIBWSC Schätzungen zufolge lediglich 30 bis 50 MLD. Der Chief Operating Officer von MPIW räumte bereits ein Defizit von mehr als 100 MLD ein. Zudem liegt der Anteil des nicht abgerechneten Wassers, das durch Lecks oder andere Verluste verloren geht, zwischen 45 und 47 Prozent.
Diese Instabilität hat auch geologische Folgen: Das ICE stellt fest, dass das verstärkte Abpumpen von Grundwasser aufgrund der unzuverlässigen Leitungswasserversorgung zu Bodenabsenkungen führt. In einigen Distrikten sinkt der Boden um bis zu 8,8 Millimeter pro Jahr. Zudem wird kritisiert, dass trotz eines Joint Ventures aus dem Jahr 2018 erst etwa 20 Prozent der Stadt eine 24-Stunden-Wasserversorgung genießen.
Als Lösung für den Hochwasserschutz schlägt das ICE vor, auf naturbasierte Systeme wie Feuchtgebiete, Rückhalteparks und Mangroven zu setzen, anstatt ausschließlich auf Beton zu setzen. Ein solches hybrides Speichersystem könnte schätzungsweise 30 Milliarden PHP an Kapital einsparen. Während Projekte wie der Jaro Floodway oder Pläne der JICA existieren, bleibt die vollständige Umsetzung der Infrastrukturpläne eine dauerhafte Herausforderung für die Stadtverwaltung.