Warnstufe Blau in Western Visayas wegen verstärktem Südwestmonsun durch Taifun Kiyapo
Der Katastrophenschutzrat der Region 6 (RDRRMC 6) hat die Alarmstufe auf Blau erhöht, um sich auf die Auswirkungen des verstärkten Südwestmonsuns (Habagat) vorzubereiten. Auslöser für die Wetterlage ist der tropische Wirbelsturm Kiyapo. Aufgrund aktualisierter Vorhersagen, die auf ein früheres Eintreffen von Starkregen hindeuten, wurde die Umsetzung der Alarmstufe gemäß Memorandum Nr. 59-A des Office of Civil Defense (OCD) auf Freitag, den 24. Juli 2026, um 8:00 Uhr vorverlegt. Ursprünglich war die Maßnahme erst für 17:00 Uhr geplant.
Raul E. Fernandez, Regionaldirektor des OCD 6 und Vorsitzender des RDRRMC 6, leitete am Donnerstag, den 23. Juli 2026, eine Sitzung zur Risikobewertung vor einer Katastrophe (Pre-Disaster Risk Assessment, PDRA) per Zoom. Dabei kamen regionale Behörden und lokale Katastrophenmanager zusammen, um die potenziellen Gefahren für Western Visayas zu erörtern. Obwohl der Taifun Kiyapo, der sich am Nachmittag des 23. Juli etwa 830 km östlich von Zentral-Luzon befand, die Region nicht direkt treffen wird, verstärkt er den Südwestmonsun erheblich.
Die Wetterbehörde PAGASA warnt vor mäßigen bis starken Regenfällen am Wochenende. Zwischen Freitagmittag und Samstagmittag (24. bis 25. Juli) werden in den Provinzen Aklan, Antique, Iloilo, Guimaras und Negros Occidental Niederschlagsmengen von 50 bis 100 mm erwartet, was insbesondere in anfälligen Gebieten zu Überschwemmungen führen kann. Zudem wird mit starken bis stürmischen Böen sowie mäßigem bis rauem Seegang an den Küsten gerechnet.
Das Mines and Geosciences Bureau (MGB) hat bereits 264 Barangays in der Region 6 als hochgradig gefährdet durch Überschwemmungen und erdrutsche eingestuft. In der Provinz Antique sind 107 Barangays betroffen, darunter Gebiete in Barbaza, Laua-an, Anini-y, Hamtic und Tobias Fornier. In Iloilo wurden 98 Barangays identifiziert, insbesondere in Miagao, San Joaquin und Tigbauan. In Guimaras sind 59 Barangays in den Gemeinden Buenavista, Jordan, Nueva Valencia, San Lorenzo und Sibunag gefährdet.
Auch bei der Wasserversorgung gibt es kritische Entwicklungen. Während die Staudämme in Iloilo weitgehend normale Pegel aufweisen und die Dämme in Aklan unterhalb der normalen Betriebshöhe liegen, haben mehrere Staudämme in Antique bereits die normalen Betriebsgrenzen überschritten. Dies betrifft unter anderem die Staudämme Tipuluan, Solong und Nasuli. Die National Irrigation Administration (NIA) überwacht die Situation der wichtigsten Talsperren in der Region.
Das Department of Social Welfare and Development (DSWD) hat seine Einsatzbereitschaft bestätigt und verfügt über bereitgestellte Hilfsgüter im Wert von über 156 Millionen Pesos. Dazu gehören 3 Millionen Pesos an Soforthilfegeldern sowie 174.651 Familien-Lebensmittelpakete (Family Food Packs, FFPs), von denen 33.210 im regionalen Lager in Oton und 142.LGUs verteilt sind. Zusätzlich stehen 28.956 Fertiggerichte sowie 15.361 Nicht-Lebensmittelartikel wie Hygiene-Sets, Schlafsets und modulare Zelte bereit. Das DSWD nutzt zudem prädiktive Analysen, um die humanitäre Hilfe zu steuern.
Direktor Fernandez betonte die Notwendigkeit einer erhöhten Wachsamkeit und forderte, dass alle Maßnahmen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und proaktiver Planung basieren müssen. Die lokalen Behörden wurden angewiesen, Entwässerungssysteme zu überprüfen, Evakuierungszentren vorzubereiten und bei Bedarf präventive Evakuierungen durchzuführen, insbesondere in den von Fluten und Erdrutschen bedrohten Barangays.
Quellen
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