Vorwürfe wegen SEA-Games-Mitteln: Lacson meldet Zeugen gegen Cayetano
Ein heftiger politischer Streit ist zwischen den philippinischen Senatoren Panfilo „Ping“ Lacson und Alan Peter Cayetano entbrannt. Der Hintergrund: Das National Bureau of Investigation (NBI) hat die Ermittlungen zu mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei der Finanzierung der SEA Games im Jahr 2019 wieder aufgenommen. Lacson erklärte am Sonntag, 19. Juli 2026, dass ihm Informanten und Zeugen Informationen sowie Beweise zur Verfügung stellen würden, die gegen Cayetano verwendet werden könnten.
Der Konflikt zwischen den beiden Senatoren eskalierte, nachdem Cayetano in einer Facebook-Live-Übertragung am Samstag, den 18. Juli, die Integrität von Lacson infrage gestellt hatte. Cayetano hatte den deutlichen Anstieg von SALN zwischen 2022 und 2025 hinterfragt. Lacson wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, der Zuwachs sei auf rechtmäßige Immobilien-Transaktionen und private Geschäftsvorhaben nach seinem Ausscheiden aus dem Senat im Jahr 2022 zurückzuführen.
Lacson konterte mit Gegenangriffen und warf Cayetano vor, von GAA für 2025 profitiert zu haben. Konkret behauptete er, dass Cayetano 6,79 Milliarden Pesos an Budgetzuweisungen erhalten habe, von denen 6,715 Milliarden Pesos bereits für Projekte ausgegeben worden seien. Zudem erhob Lacson den Vorwurf, dass in Cayetanos politischem Machtzentrum, der Stadt Taguig, sogenannte „Geisterprojekte“ im Bereich des Hochwasserschutzes existierten.
Der ehemalige Polizeichef der PNP verteidigte seine langjährige Karriere im öffentlichen Dienst und betonte, dass seine Integrität seine wichtigste Verteidigungslinie sei. Er erinnerte an vergangene Anschuldigungen während der Ära von Gloria Macapagal-Arroyo, die sich letztlich als haltlos erwiesen hatten. Lacson kündigte an, die Beweissammlung fortzusetzen, um Cayetano zur Rechenschaft zu ziehen.
Quellen
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