Vom Rebellen zum Pastor: Die Wandlung eines ehemaligen Kämpfers
Ein bewaffnetes Gefecht in einem Sitio in der Provinz Cagayan markierte den Wendepunkt im Leben eines Mannes, der unter dem Decknamen „Lawin“ bekannt ist. Während dieses Gefechts wurde er Zeuge des Todes enger Freunde, darunter auch seines eigenen Neffen. Dieses Ereignis erschütterte seine Ideale zutiefst und führte letztendlich dazu, dass er die New People’s Army (NPA) verließ.
Lawin hatte sich als unruhiger Teenager, der nach Abenteuern und Zugehörigkeit suchte, freiwillig der bewaffneten Bewegung angeschlossen. Beeinflusst durch Freunde und die Neugier auf ein neues Leben, suchte er in den Bergen nach einem Sinn. Er berichtete, dass er damals die Freiheit erleben wollte und verschiedene Dinge ausprobieren wollte. Nach seinem Eintritt in die NPA wurde er ohne formale militärische Ausbildung in die Gruppe integriert.
In der NPA musste er sich mit kommunistischer Ideologie befassen, nahm Indoktrinationssitzungen wahr und lernte den Umgang mit Schusswaffen. Aufgrund fehlender medizinischer Vorkenntnisse wurde er der medizinischen Einheit zugewiesen, wo er eine Basisausbildung zur Behandlung verwundeter Kameraden erhielt. Nach einem Jahr wurde er in Cagayan zum Teamleiter befördert. Doch der Tod seiner Freunde und seines Neffen ließ ihn die Organisation heimlich verlassen, um ein neues Leben zu beginnen.
Nachdem er die NPA verlassen hatte, kehrte Lawin in sein Familienleben zurück. Mit Unterstützung der Sicherheitsbehörden und durch staatliche Hilfe stellte er sich der Justiz und begann, sein Leben neu aufzubauen. Im Rahmen des Ansatzes der Marcos-Regierung zur Friedenssicherung erhielt er finanzielle Unterstützung und Hilfe zur Existenzsicherung. Damit konnte er einen kleinen Sari-Sari-Laden eröffnen, der ihm ein legales Einkommen ermöglichte.
Heute nutzt Lawin seine Erfahrungen, um anderen jungen Menschen zu helfen. Er warnt sie davor, unvorsichtig bei der Wahl ihrer Freunde zu sein, da Beziehungen oft zu Wegen führen, die man nie beabsichtigt hat. Er rät der Jugend zudem, die wahren Absichten von Organisationen zu prüfen und sich nicht von rhetorischem Geschick beeinflussen zu lassen. Er betont, dass das Leben in den Bergen eine Verschwendung sei und man stattdessen an seine Familie denken solle.
Die Transformation von Lawin wird als Beispiel für die Vision der Regierung unter Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. angeführt. Ziel der Administration ist es, lokale bewaffnete Konflikte nicht nur durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zu beenden, sondern auch durch Programme, die ehemalige Rebellen zur Rückkehr zur Rechtsordnung und zur Integration in die Gesellschaft ermutigen. Lawin selbst widmet sein Leben heute als religiöser Pastor dem Glauben und der Versöhnung.