Politik: Metro Manila

Vizepräsidentin Duterte-Carpio hinterlegt Kaution nach Drohung gegen Präsident Marcos

Am Samstag hinterlegte die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte-Carpio vor einem Gericht in Manila Kaution, einen Tag nach der Ausstellung eines Haftbefehls gegen sie.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Grund für die rechtlichen Schritte sind mutmaßliche Morddrohungen gegen den amtierenden Präsidenten Ferdinand Marcos Jr., die auf eine nächtliche Pressekonferenz zurückgehen.

In dieser Pressekonferenz äußerte sich die Vizepräsidentin, dass sie einen Auftragskiller engagiert habe, um Präsident Marcos, dessen Ehefrau sowie einen Cousin, der Abgeordneter sei, zu töten, sollte sie selbst zuerst zu Fall gebracht werden.

Duterte-Carpio erklärte später jedoch, ihre Aussagen seien missverstanden worden.

Ihr Anwalt Lawrence Lim teilte nach dem Verlassen des regionalen Gerichts mit, dass die Vizepräsidentin freiwillig vor dem zuständigen Gericht erschienen sei, weshalb eine Festnahme nicht notwendig gewesen sei.

Duterte-Carpio selbst gab gegenüber Journalisten an, sie fürchte um ihr Leben.

Ein Gerichtsbeschluss bestätigte die Hinterlegung einer Barkaution.

Der Vorfall belastet die politische Zukunft der Vizepräsidentin erheblich.

Die mutmaßlichen Drohungen sind zudem ein zentraler Bestandteil eines laufenden Amtsenthebungsverfahrens im Senat, das sich bereits in der zehnten Woche befindet.

Ein Schuldspruch in diesem Verfahren könnte zu ihrer Absetzung und einem dauerhaften Berufsverbot in der Politik führen.

Dies stellt zudem ihre Ambitionen für eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028 infrage.