Strompreise für Privatkunden in Davao sinken im September
EditDie Stromkosten für Privatkunden in der Region Davao verzeichnen im aktuellen Abrechnungszeitraum einen Rückgang. Das Energieversorgungsunternehmen Davao Light and Power Co. (Davao Light) hat den durchschnittlichen Tarif für Haushalte auf 12,90 Pesos pro Kilowattstunde (kWh) festgelegt. Dieser Satz gilt für den Abrechnungszeitraum vom 11. August bis zum 10. September 2026.
Im Vergleich zum vorangegangenen Monat, in dem der Tarif noch 13,09 Pesos pro kWh betrug, sinkt der Preis somit um 0,19 Pesos pro Kilowattstunde. Laut Angaben von Davao Light zeigen diese Preisbewegungen die Veränderungen der verschiedenen Komponenten der Stromrechnung. Insbesondere die aktuelle Lage der Stromversorgung, die allgemeine Nachfrage sowie die Marktpreise beeinflussen die Kosten. Das Unternehmen betonte, dass diese Faktoren dazu führen können, dass die Tarife von einer Abrechnungsperiode zur nächsten schwanken. Um die Auswirkungen wechselnder Kosten auf die Kunden zu begrenzen, setzt Davao Light zudem weiterhin Maßnahmen um, die von der Energieregulierungskommission (Energy Regulatory Commission, ERC) genehmigt wurden.
Trotz der Entlastung bei den Preisen bleibt die Versorgungssicherheit auf der Insel Mindanao angespannt. Die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) hatte bereits am 3. September eine „Red Alert“-Warnung ausgegeben, da die Stromversorgung nicht ausreichte, um die Nachfrage und die regulatorischen Anforderungen des Übertragungsnetzes zu erfüllen. Am Morgen des 4. September befand sich das Mindanao-Stromnetz zwischen 13:00 Uhr und 21:00 Uhr im „Red Alert“-Zustand, während in den Zeiträumen von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie von 21:00 bis 22:00 Uhr eine „Yellow Alert“-Stufe galt. Ein „Yellow Alert“ bedeutet, dass die Betriebsmarge nicht ausreicht, um die Sicherheitsanforderungen für das Übertragungsnetz zu gewährleisten.
Die Ursache für die kritische Lage ist ein Defizit zwischen Angebot und Nachfrage. Laut NGCP lag die verfügbare Kapazität bei 2.549 MW, während die Spitzenlast bei 2.592 MW lag. Insgesamt waren acht Kraftwerke im erzwungenen Ausfall. Weitere Anlagen waren über längere Zeiträume außer Betrieb: Elf Kraftwerke waren seit August offline, vier seit Juli, eine Anlage seit Juni, zwei seit Januar sowie eine Anlage jeweils seit 2025 und 2024. Zusätzlich arbeiteten sechs Kraftwerke mit reduzierter Leistung, was dazu führte, dass dem Netz insgesamt 784,5 MW an Kapazität fehlten. Als wesentliche Faktoren für die Warnstufen wurden unter anderem die Ausfälle der großen Kohlekraftwerke GNPK (Einheiten 1 und 2) sowie TSI (Einheit 2) genannt.
Davao Light hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen der knappen Stromversorgung auf die Kunden zu minimieren und das vorhandene Angebot zu verwalten. Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass es im Zuge dieser Bemühungen zur Steuerung der Situation dennoch zu Stromunterbrechungen kommen kann. Die NGCP merkte an, dass die Notwendigkeit solcher Maßnahmen abnehmen könnte, sobald sich die Versorgungsbedingungen verbessern oder die Nachfrage kontrollierbar bleibt.




