Verzögerter Hochwasserschutz für Davao City: DPWH plant Mittelbereitstellung für 2027
EditDas DPWH plant, die Finanzierung für den lang erwarteten Hochwasserschutz-Masterplan in Davao City erst für das Jahr 2027 vorzusehen. Minister Vince Dizon gab dies am 29. Juli 2026 während eines Besuchs im Barangay Talomo Proper bekannt. Er räumte ein, dass der von der JICA unterstützte Masterplan und die dazugehörige Machbarkeitsstudie zur Hochwasser- und Entwässerungskontrolle bisher nicht umgesetzt wurden.
Dizon erklärte, dass für das Projekt derzeit noch keine detaillierten technischen Entwürfe vorlägen, da es sich momentan noch in der Planungsphase befinde. Dennoch wolle man die Mittelbereitstellung für den Haushalt 2027 beschleunigen, nachdem die Budgetplanung für das kommende Jahr bereits eingereicht worden sei. Der Minister betonte, man dürfe angesichts der jüngsten schweren Überschwemmungen nicht untätig bleiben.
Die Entscheidung folgt auf massive Kritik in den sozialen Medien und von lokalen Politikern. Ein viraler Facebook-Beitrag hatte die Vermutung geäußert, dass das Projekt aufgrund politischer Spannungen zwischen der Lokalregierung und der nationalen Regierung nicht finanziert werde. Zudem kritisierte Paolo Duterte, Abgeordneter für den ersten Distrikt von Davao City, die Verzögerung scharf. Er hinterfragte, warum die Mittel erst für das Jahr 2027 vorgeschlagen werden, obwohl der Plan bereits 2023 der nationalen Regierung vorgelegt worden war. Duterte forderte Rechenschaft über die Verantwortlichen für die Verzögerung und drängte auf eine sofortige Umsetzung langfristiger Maßnahmen.
Der JICA-Masterplan soll wasserbedingte Katastrophen in 13 Barangays von Davao City mildern, darunter Bucana, Maa, Mandug und Callawa. Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt: Bauvorbereitung, Bau und Betrieb. Geplante Maßnahmen umfassen unter anderem die Ausbaggerung des Davao-Flusses, den Bau von Brücken zur Erhöhung der Abflusskapazität sowie die Errichtung von drei Rückhaltebecken in den Gebieten Mandug, New Carmen, New Valencia und Callawa. Diese Becken sollen eine Fläche von insgesamt 179 Hektar abdecken und vor extremen Wetterereignissen schützen.


