Unterstützung für philippinische Arbeitskräfte im Nahen Osten trotz wachsender Spannungen
Das philippinische Arbeitsministerium (Department of Migrant Workers, DMW) und die Behörde für das Wohlergehen von Auslandsarbeitern (Overseas Workers Welfare Administration, OWWA) haben ihr gemeinsames Engagement bekräftigt, OFWs in der Krisenregion Nahost umfassend zu unterstützen. Ziel ist es, eine kontinuierliche Hilfe über den gesamten Prozess der Rückführung und des Sozialschutzes hinweg zu gewährleisten, während die geopolitischen Spannungen in der Region zunehmen.
In einer Pressekonferenz am Montag berichtete die OWWA-Administratorin Patricia Yvonne „PY“ Caunan, dass im Rahmen einer regierungsweiten Initiative seit März bereits über 11.000 Arbeitskräfte und deren Angehörige sicher nach Hause gebracht wurden. Dies geschah über insgesamt 165 kommerzielle und chartergestellte Flüge. Caunan betonte, dass die Anweisung von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. eindeutig sei: Die Regierung werde die kontinuierliche Unterstützung für Landsleute nicht einstellen, egal ob im Nahen Osten oder an anderen Orten, an denen Hilfe benötigt wird.
Das Hilfsmodell der verschiedenen Behörden soll sowohl unmittelbare Sicherheitsrisiken als auch die wirtschaftlichen Folgen der regionalen Instabilität bewältigen. Laut Caunan seien nicht nur direkte Kampfhandlungen eine Gefahr, sondern auch die Auswirkungen der Krise auf die Arbeitsplätze und die Beschäftigungssicherheit der Arbeiter. Das DMW, die OWWA und Partnerbehörden seien daher bereit, Maßnahmen wie Evakuierungen, Rückführungen, Sozialhilfe, finanzielle Unterstützung und langfristige Wiedereingliederung anzubieten.
Nach dem integrierten Protokoll werden zurückkehrende Arbeitskräfte bei ihrer Ankunft von einem koordinierten Team aus Vertretern des DMW, der OWWA, des DFA, des DOH und DSWD empfangen. Die Leistungen umfassen sofortige Hilfe vor Ort und Reiseunterstützung, wie etwa die Bereitstellung von vorübergehender Verpflegung, Unterkünften und Transportlogistik zu den Heimatprovinzen. Zudem werden medizinische und psychosoziale Untersuchungen durchgeführt, wobei das DOH Gesundheits-Screenings vornimmt und Sozialarbeiter des DSWD bei psychischen Belastungen oder Traumata unterstützen.
Zur finanziellen Absicherung und Wiedereingliederung werden direkte Notfallzuschüsse gewährt, um den Verlust der Beschäftigung im Ausland abzufedern. Ergänzt wird dies durch langfristige Programme zur Existenzsicherung, Umschulungen und Unterstützung bei der Jobvermittlung durch die OWWA und das DMW.
Angesichts der Lage in der Golfregion versicherten Beamte des DMW und der OWWA, dass die philippinischen Migrantenbüros (MWOs) in den Botschaften und Konsulaten der Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrates die lokalen Bedingungen rund um die Uhr überwachen. Das diplomatische Personal stehe in ständigem Kontakt mit philippinischen Gemeindeführern, um schnell auf Rückführungsanfragen zu reagieren, Ausreisevisa zu erleichtern und Beschwerden am Arbeitsplatz zu klären.
Das DMW rief alle Arbeitskräfte in den von Konflikten betroffenen Regionen dazu auf, ihre Sicherheit zu priorisieren. Sie sollten engen Kontakt zur nächstgelegenen philippinischen Botschaft oder zum Migrantenbüro halten, die Sicherheitshinweise der Gastländer befolgen und sich bei Updates zu Sicherheitsprotokollen und Evakuierungsverfahren ausschließlich auf offizielle Regierungsmeldungen verlassen.