Unfertiges Hochwasserschutzprojekt in Davao City sorgt für Empörung
EditEin unvollendetes Deichprojekt am Talomo River in Davao City hat für heftige Kritik und öffentliche Diskussionen gesorgt. Der Anlass waren die Überschwemmungen, die Anwohner infolge anhaltender Regenfälle durch den Südwestmonsun (Habagat) erlitten.
Während einer Inspektion am Mittwoch, den 29. Juli, zeigte sich Vince Dizon, Sekretär des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Verkehrswegen (DPWH), zutiefst bestürzt über den Zustand der Infrastruktur in Barangay Bangkal. Dizon stellte fest, dass der Deich nicht ausreichend erhöht wurde, was den Schutz der umliegenden Gemeinden bei Hochwasser massiv beeinträchtigt.
Bei der Inspektion der Baustelle reagierte der Regierungsvertreter emotional und nutzte mehrfach Kraftausdrücke, um seinen Unmut über die jahrelange Verzögerung auszudrücken. Er wies darauf hin, dass das Projekt bereits seit 2019 bestehe und die ungleichmäßige Höhe des Deichs ein offensichtliches Problem darstelle. Ein Anwohner der betroffenen Region erhob zudem den Vorwurf der Korruption und behauptete, dass Gelder für das Projekt veruntreut worden seien.
Dizon reagierte darauf mit der Bemerkung, dass dies der Grund sein könnte, warum die Arbeiten nicht abgeschlossen wurden. Er bezeichnete die Situation am Talomo River als traurig, da das Wasser aus den Bergen herabstürzte und viele Menschen in den tiefer gelegenen Gebieten in Not brachte, selbst wenn es vor Ort gerade nicht regnete. Als unmittelbare Maßnahme kündigte Dizon an, dass der Fluss umgehend ausgebaggert werden müsse.
Laut Angaben von Anwohnern seien in diesem Bereich seit zehn Jahren keine Ausbaggerungsarbeiten mehr durchgeführt worden. In den sozialen Medien löste das Video der Inspektion eine Debatte aus. Auf der Plattform Reddit wurde die Diskussion darüber geführt, dass der Zustand des Deichs dem Image von Davao City als eine Stadt, die „Singapur gleicht“, widerspreche.



