Gesundheit: Landesweit

Umweltschutz als Schlüssel zur Ernährungssicherheit bei Naturkatastrophen

Der Schutz der Umwelt ist eine grundlegende Voraussetzung für die Sicherung der Nahrungsmittel- und Ernährungsversorgung. Dies betont der Nationale Ernährungsrat (NNC) angesichts der wachsenden Bedrohungen für die Lebensmittelproduktion durch den Klimawandel und Naturkatastrophen.

NNC kapihan
Bild: PIA - NNC kapihan

Im Rahmen des 52. Ernährungmonats diskutierten Regionalvertreter des NNC und lokale Behörden diese Problematik während einer Diskussionsrunde der Philippine Information Agency (PIA) Region 12. Das diesjährige Unterthema „Nutrisyon at Kalikasan, Ating Pangalagaan“ verdeutlicht die enge Verbindung zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und Ernährung. Dies steht im Kontext der fünfjährigen Kampagne „Sa PPAN: Sama-sama sa Nutrisyon, Sapat Para sa Lahat“.

Gladys Mae Fernandez, Koordinatorin für Ernährungsprogramme beim NNC-12, erklärte, dass Umweltzerstörung, der Klimawandel und nicht nachhaltige Ernährungssysteme die Lebensmittelproduktion massiv beeinträchtigen. Diese Faktoren führen zu steigenden Lebensmittelpreisen, einer sinkenden Kaufkraft und einem erhöhten Risiko für Mangelernährung, wovon besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Wenn die Umwelt ungesund sei, werde dies zwangsläufig auch die Quellen der Nahrungsmittel und damit die Ernährung negativ beeinflussen.

Als Beispiel für die Auswirkungen von Katastrophen nannte Fernandez das Erdbeben der Stärke 7,8 in Teilen der Region SOCCSKSARGEN. Solche Ereignisse können den Transport, die Lebensgrundlagen und den Zugang zu Lebensmitteln unterbrechen, insbesondere in Gemeinden, in denen Geschäfte vorübergehend schließen mussten. Als Reaktion darauf aktivierte das NNC umgehend den Ernährungsknotenpunkt (Nutrition Cluster) innerhalb des Gesundheitsclusters, um den Ernährungszustand gefährdeter Gruppen in Evakuierungszentren zu überwachen.

Die Maßnahmen umfassten die Bewertung von Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern im Alter von null bis fünf Jahren. In Zusammenarbeit mit dem DOH, lokalen Regierungen und UNICEF wurden Ernährungsbildung, Nahrungsmittel und therapeutische Lebensmittel sowie Stillsets bereitgestellt.

Doctor explaining diagnosis to young patient in hospital roomchartchaik1
Symbolbild: Envato

Die Stadtverwaltung von General Santos City aktivierte nach dem Erdbeben am 8. Juni ebenfalls sofort ihr Gesundheitsnotfallmanagementsystem (HEMS). Dr. Lalaine M. Calonzo, die städtische Gesundheitsbeauftragte und Ernährungsbeauftragte, erläuterte, dass die Notfallreaktion auf vier Säulen basiert: Ernährung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH), medizinische Beratung sowie psychische und psychosoziale Unterstützung. In den 18 Evakuierungszentren wurden unter anderem Vitamin A für Kinder zwischen 6 und 59 Monaten sowie ergänzende Nahrungsmittel für Schwangere und stillende Mütter verteilt.

Vertreter der Provinz Sarangani hoben zudem Initiativen zur Sicherung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser, zur Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Existenzgrundlagen und zur Förderung einer nachhaltigen Gemüseproduktion hervor, um die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden nach dem Beben zu stärken.

Experten betonten abschließend, dass Mangelernährung ein vielschichtiges Problem ist, das durch Armut, unzureichende Nahrungsaufnahme, mangelnde Hygiene und unzureichendes Wissen über Ernährung verursacht wird. Um Ernährungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten, müsse die Resilienz der Haushalte durch Maßnahmen wie Hausgärten und klimasmarte Landwirtschaft gestärkt werden. Zudem müssten Strategien zur Klimaanpassung fest in lokale Ernährungsaktionspläne integriert werden.