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Umweltgruppe fordert wissenschaftliche Lösungen gegen Überschwemmungen und Abfallprobleme

Überschwemmungen und Abfallprobleme haben in letzter Zeit zu großen Herausforderungen für die Bevölkerung geführt. Die nationale Regierung steht vor der Aufgabe, langfristige und wissenschaftlich fundierte Lösungen für diese Probleme zu finden. Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hatte in seiner Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) im Jahr 2026 auf die Korruption bei Hochwasserschutzprojekten, steigende Flutrisiken sowie die Umweltverschmutzung durch Abfall hingewiesen.

CoverPhoto_DSWD brings livelihood disaster aid to remote Guimaras island villages
Bild: PIA - CoverPhoto_DSWD brings livelihood disaster aid to remote Guimaras island villages

Die IDIS begrüßte, dass die Regierung diese Themen thematisiert hat, forderte aber konkrete Reformen. Laut der IDIS dürften Maßnahmen nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern müssten die eigentlichen Ursachen der Krisen angehen. Zu den Treibern für Überschwemmungen zählen laut der Gruppe neben unzureichender Infrastruktur auch die Zerstörung von Wassereinzugsgebieten, der Verlust natürlicher Wasserwege, eine mangelhafte Landnutzungsplanung sowie die Entsorgung von Abfällen in Flüsse und Bäche.

Ein wichtiger Aspekt bei der Lösung dieser Probleme ist das Hochwassermanagement. Der Exekutivdirektor der IDIS, Mark Peñalver, betonte, dass ökologischer Schutz mit Infrastruktur verbunden werden muss. Projekte müssten wissenschaftlich fundiert, transparent und an den tatsächlichen hydrologischen Bedingungen ausgerichtet sein. Zudem sprach sich die Organisation gegen sogenannte Waste-to-Energy-Anlagen (WTE) aus, also Projekte zur Energiegewinnung durch die Verbrennung von Siedlungsabfällen.

Darüber hinaus äußerte die IDIS Bedenken hinsichtlich groß angelegter Projekte wie dem geplanten Industriestandort Pax Silica. Die Gruppe warnte davor, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten bereits gefährdeter Ökosysteme und Gemeinschaften gehen dürfe. Nachhaltige Entwicklung müsse ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und dem Schutz von Wäldern, Flüssen und Feuchtgebieten finden, um eine echte Klimaresilienz aufzubauen.