Umfrage zu Schulunsicherheit in Davao City: Hohe Zustimmung zur Senkung des Strafalters
EditIn Davao City ist die Unsicherheit an Schulen ein großes Thema. Zwischen dem 16. und 26. Juli 2026 befragte das Institute of Popular Opinion der University of Mindanao (UM-IPO) 1.200 Einwohner der Stadt aus drei Distrikten. Die Befragten wurden nach ihren Meinungen zu Sicherheitsmaßnahmen an Schulen sowie nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen gefragt.
Die Ergebnisse zeigen, dass etwa ein Drittel der befragten Schüler (33,3 %) Mobbing oder Gewalt in der Schule beobachtet haben, während knapp 30 % persönlich davon betroffen waren. Obwohl über 85 % der Befragten wussten, wie sie sich in Notfällen verhalten oder an wen sie sich wenden können, zeigten sich Vorbehalte bei der Meldung: Etwa 55,6 % der Schüler äußerten sich unsicher, Vorfälle tatsächlich bei Lehrkräften oder der Schulleitung zu melden.
Die Befragten identifizierten Probleme im familiären Umfeld als Hauptursachen für gewalttätiges Verhalten bei Lernenden. Mit 79 % wurde häusliche Gewalt oder familiäre Konflikte als wichtigster Faktor genannt, gefolgt von mangelnder elterlicher Aufsicht (64,5 %). Auch der Einfluss von Gleichaltrigen oder Gangmitgliedschaften (58,1 %) sowie der Konsum gewalttätiger Inhalte in sozialen Medien oder Spielen (54,8 %) spielten eine wesentliche Rolle.
In Bezug auf die rechtliche Verantwortung stieß eine Forderung auf breite Zustimmung: 83,9 % der Befragten befürworteten eine Senkung des Mindestalters für die strafrechtliche Verantwortlichkeit. Von den Befürwortern bevorzugten 55,8 % eine Absenkung auf ein Alter zwischen 12 und 14 Jahren, während 34,6 % eine Grenze zwischen 9 und 11 Jahren sahen. Nur 9,6 % sprachen sich für ein Alter unter 9 Jahren aus.
Hinsichtlich der Verantwortlichkeit für die Sicherheit der Schüler ordneten die Befragten die Eltern und Erziehungsberechtigten an erster Stelle, gefolgt von den Schülern selbst. Die lokale Regierung und das Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) belegten die Plätze drei und vier. Die Schulleitungen, Lehrkräfte und die Gemeinschaft wurden als am wenigsten verantwortlich eingestuft. Zur Verbesserung der Lage empfahlen die Teilnehmer vor allem den Ausbau der Sicherheitsinfrastruktur, eine höhere Präsenz von Polizei und Sicherheitspersonal sowie die Stärkung von Programmen zur psychischen Gesundheit und zur Antigewalt-Erziehung.





