Überschwemmungen in Pampanga: 291 Dörfer von Tiefdruckgebieten und Monsun betroffen
EditIn der philippinischen Provinz Pampanga hat die Zahl der überfluteten Dörfer (Barangays) bis Montag, den 10. August 2026, auf 291 angestiegen. Laut dem Provinzrat für Katastrophenvorsorge und -management (PDRRMC) sind 17 Gebiete in der Provinz von den Wassermassen betroffen. Ursache für die Lage ist das Zusammenspiel der tropischen Tiefdruckgebiete „Luis“ und „Maymay“ mit dem verstärkten Südwestmonsun.
Die extremen Wasserstände variieren stark nach Ort. In San Agustin, Gemeinde Candaba, erreichten die Fluten in Teilen des Gebiets eine Höhe von bis zu 11 Fuß (ca. 3,35 Meter). In Bacolor wurde in Tinajero ein Wasserstand von 7 bis 8 Fuß gemessen, während in Cabetican bis zu 5 Fuß Wasser standen. Weitere hohe Pegel wurden in Magumbali (Candaba) mit 6,5 Fuß sowie in Caduang Tete und Tacasan (Macabebe) mit jeweils 5,5 Fuß verzeichnet. In San Pablo (Guagua) erreichten die Fluten ebenfalls eine Höhe von 5 Fuß.
Auch andere Gemeinden sind massiv betroffen: In Magalang wurden Teile von 27 Barangays mit einer Wassertiefe zwischen 1 und 3 Fuß überflutet. Die Gemeinde Guagua meldete Wasserstände zwischen 1 und 4,5 Fuß, während in Lubao in mehreren Dörfern bis zu 4 Fuß Wasser standen. Der PDRRMC führt als Gründe für die Überschwemmungen anhaltende Regenfälle, Flutzeiten, das Überlaufen von Flüssen und Bächen, verstopfte Entwässerungssysteme sowie Zuflüsse aus höher gelegenen Gebieten an.
Die Überwachung des Pampanga-Flussbeckens zeigt kritische Werte. In Arayat lag der Wasserstand um 17:00 Uhr bei 8,20 Metern und überschritt damit den kritischen Schwellenwert von 8 Metern. In Candaba lag der Pegel im Kanal mit 5,60 Metern über dem kritischen Niveau von 5 Metern. In Zaragoza wurde ein Wert von 4,55 Metern gemessen, was über der Alarmstufe liegt, während Sulipan mit 2,90 Metern die gelbe Warnstufe überschritt. Insgesamt sind 210.516 Familien mit rund 662.827 Personen betroffen; 1.418 Familien bzw. 5.353 Personen wurden bereits in Evakuierungszentren untergebracht.



