Politik: Metro Manila

US-Verteidigungsministerium setzt auf pragmatische Partnerschaften in Südostasien

Die Vereinigten Staaten verfolgen im Indopazifik eine neue Strategie, die Elbridge Colby als „flexiblen Realismus“ bezeichnet. Wie der Unterstaatssekretär für Politik im US-Verteidigungsministerium (Pentagon) am Montag auf einem Forum in Manila erläuterte, priorisiert Washington nun die praktische Verteidigungskooperation und die Abschreckung gegenüber ideologischen Grundsätzen.

Educators hope President’s SONA to bring more opportunities for Filipino teachers
Quelle: PIA

Ziel dieser Ausrichtung ist der Aufbau einer voll einsatzbereiten und widerstandsfähigen Verteidigungsarchitektur, die eine Verweigerungsstrategie („denial defence“) entlang der ersten Inselkette sowie im gesamten Indopazifik ermöglicht. Colby betonte vor einem Fachpublikum aus Sicherheits- und Verteidigungsexperten, Diplomaten sowie Wirtschaftsvertretern bei einer Konferenz der Stratbase Group, dass die USA nach Partnern suchen und keine Protektorate aufbauen wollen.

Die Botschaft des Pentagon-Beamten sei zwar realistisch und möglicherweise ernüchternd, aber auch beruhigend. Er unterstrich, dass die amerikanischen Interessen im Indopazifik engagierter denn je seien, da Asien eine kritische Region darstelle. Die Umsetzung dieser Strategie sei zudem im eigenen Interesse der USA, um die eigene Zukunft zu sichern.

Im Zuge seiner ersten offiziellen Asien-Reise wird Colby seine Gespräche fortsetzen. Er plant weitere Reisen nach Jakarta, Bangkok und Phnom Penh, um die vorgeschlagene Strategie in der Region weiter voranzutreiben.