Tropischer Tiefdruck Kiyapo zieht Richtung Luzon
PAR ist am Mittwochabend, dem 22. Juli 2026, die tropische Depression Kiyapo entstanden. Es handelt sich dabei um das elfte tropische Zyklonereignis des Jahres 2026 und das bereits vierte im Monat Juli.
Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde PAGASA befand sich das System am späten Mittwochabend etwa 1.080 Kilometer östlich des südöstlichen Teils von Luzon. Kiyapo bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h in nordwestliche Richtung und wies maximale Windgeschwindigkeiten von 45 km/h sowie Böen von bis zu 55 km/h auf.
Die Behörde warnt davor, dass Kiyapo bis Freitagabend, den 24. Juli, die Babuyan-Inseln in der Provinz Cagayan erreichen oder dort auf Land treffen könnte. Ein Landfall auf dem Festland von Cagayan wird ebenfalls nicht ausgeschlossen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich das System bis Freitag zu einem tropischen Sturm oder sogar zu einem schweren tropischen Sturm intensiviert.
Bereits vor dem möglichen Landfall hat die PAGASA für Teile von Cagayan und Isabela die Windwarnstufe Signal 1 ausgerufen. Dies gibt den betroffenen Gebieten, darunter Santa Ana, Gonzaga, Lal-lo, Gattaran, Baggao, Peñablanca, Santa Teresita und Buguey in Cagayan sowie Teile von Isabela wie Maconacon, San Pablo, Cabagan, Tumauini, Ilagan City, Divilacan, Palanan, San Mariano und Dinapigue, etwa 36 Stunden Zeit zur Vorbereitung auf starke Winde. Es wird erwartet, dass die Windstärken im Verlauf noch auf die Stufen 2 oder 3 ansteigen könnten.
Neben dem Tiefdruckgebiet sorgt auch der Südwestmonsun (Habagat) für unbeständiges Wetter. Für Donnerstag und Freitag werden in weiten Teilen des Landes, insbesondere in Mindanao, Siquijor, Bohol und im Süden von Leyte, kräftige bis sturmartige Böen erwartet. In Nordluzon wird zudem mit mäßigen bis intensiven Regenfällen gerechnet. Für die Provinz Cagayan prognostiziert die Behörde für den Zeitraum von Donnerstagabend bis Freitagabend schwere bis intensive Niederschläge zwischen 100 und 200 Millimetern.
Die Bewohner der betroffenen Regionen werden vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. Zudem wird für die nächsten 24 Stunden vor unruhiger See gewarnt, insbesondere vor der südöstlichen Küste von Davao Oriental, wo Wellenhöhen von bis zu 3 Metern erreicht werden können. Kleine Schiffe sollten die See in diesen Gebieten nach Möglichkeit meiden.