Tropensturm Kiyapo zieht auf Nord-Luzon zu
Der Tropensturm Kiyapo hat sich am frühen Freitagmorgen, dem 24. Juli 2026, zu einem Tropensturm verstärkt. Laut der staatlichen Wetterbehörde PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical, and Astronomical Services Administration) stiegen die maximal anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 55 km/h auf 65 km/h, wobei Böen bis zu 80 km/h erreicht wurden. International erhielt das System den Namen Noul, ein von Nordkorea bereitgestellter Name, der „roter Himmel“ bedeutet.
Der Sturm bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h in westliche Richtung und befand sich gegen 7:00 Uhr morgens etwa 260 Kilometer östlich von Aparri in der Provinz Cagayan. Die PAGASA prognostiziert, dass Kiyapo am Freitagvormittag oder -nachmittag den nordöstlichen Teil des Festlands von Cagayan passieren wird. Im weiteren Verlauf des Tages könnte das System die Babuyan-Inseln erreichen oder dort auf Land treffen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich der Sturm nach dem Passieren der Inseln zu einem schweren Tropensturm verstärkt und über dem Westphilippinischen Meer sogar die Intensität eines Taifuns erreicht.
Infolge des Sturms wird in weiten Teilen der Philippinen mit erheblichem Niederschlag gerechnet. Besonders betroffen sind am Freitag Batanes, Cagayan, Apayao und Ilocos Norte, wo mit schweren bis intensiven Regenfällen zwischen 100 und 200 Millimetern zu rechnen ist. Auch in Zentral- und Südluzon, einschließlich Metro Manila und der Region Calabarzon, werden vereinzelte Regenschauer und Gewitter erwartet. Für Samstag, den 25. Juli, wird für die genannten Provarden sowie für Abra, Ilocos Sur, Kalinga, Benguet und La Union mäßiger bis starker Regen vorhergesagt.
Zusätzlich zum Tropensturm sorgt der Südwestmonsun (Habagat) für beträchtliche Niederschläge auf der westlichen Seite des Archipels. In den Provinzen Palawan, Occidental Mindoro, Antique, Iloilo, Guimaras, Negros Occidental und Negros Oriental wird am Freitag mit mäßigem bis starkem Regen gerechnet. In Mindanao verbessert sich die Wetterlage zwar allmählich, doch können dort aufgrund des Monsuns weiterhin vereinzelte Gewitter auftreten.
Aufgrund der Windgeschwindigkeiten wurde für Teile von Batanes, den nördlichen Babuyan-Inseln sowie den nördlichen Teil von Ilocos Norte (Pagudpud) die Warnstufe 2 ausgerufen. In weiteren Gebieten wie dem restlichen Cagayan, Isabela, Nueva Vizcaya, Apayao und Teilen von Aurora gilt die Warnstufe 1. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Warnstufe 3 verhängt werden könnte, falls sich Kiyapo beim Überqueren der Batanes-Babuyan-Inseln zu einem schweren Tropensturm entwickelt. Zudem wird vor gefährlichem Seegang gewarnt, insbesondere in den Gewässern um Batanes und die Babuyan-Inseln, wo Wellenhöhen von bis zu 5,5 Metern möglich sind.
Quellen
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