Tropensturm Kiyapo verstärkt sich über Nordluzon
Über dem Norden der Philippinen hat sich der Tropensturm Kiyapo weiter intensiviert und führt zu erhöhten Windwarnstufen in Teilen von Nordluzon. Der Sturm, der zuvor als tropisches Tiefdruckgebiet eingestuft war, wurde am Freitag, den 24. Juli, zu einem Tropensturm hochgestuft.
Für mehrere Gebiete in Nordluzon hat die staatliche Wetterbehörde PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration) Windwarnstufen ausgerufen. Betroffen sind unter anderem Batanes, der nördliche Teil des Festlandes von Cagayan einschließlich der Babuyan-Inseln sowie der nördliche Teil von Ilocos Norte, für die die Windwarnstufe 2 gilt. In weiteren Gebieten wurde die Warnstufe 1 in Kraft gesetzt.
Gegen 4:00 Uhr morgens wurde das Zentrum des Sturms etwa 345 Kilometer östlich von Aparri in der Provinz Cagayan lokalisiert. Kiyapo bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordwesten und weist anhaltende Windgeschwindigkeiten von 65 Kilometern pro Stunde nahe dem Zentrum auf, wobei Böen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde erreicht werden können.
Der Meteorologe Obet Badrina von der PAGASA erklärte in einer morgendlichen Wetterwarnung, dass Kiyapo sich bis zum Verlassen der philippinischen Zuständigkeitszone am Samstagmorgen zu einem schweren Tropensturm verstärken könnte. Dies könnte dazu führen, dass die Windwarnstufe auf Stufe 3 angehoben wird. Es wird erwartet, dass der Sturm die Babuyan-Inseln entweder direkt trifft oder in deren unmittelbarer Nähe vorbeizieht.
Die Auswirkungen des Sturms führen bereits zu unruhigen Seebedingungen. An der Nordküste von Nordluzon, insbesondere bei Batanes und den Babuyan-Inseln, werden Wellenhöhen zwischen 3,1 und 5,5 Metern gemeldet. Auch vor den Küsten von Cagayan und Ilocos Norte ist mit Wellen von 2,8 bis 5 Metern zu rechnen.
Selbst wenn Kiyapo die Zuständigkeitszone am Samstag verlässt, wird erwartet, dass er den Südwestmonsun (Habagat) verstärkt. Dies könnte über das Wochenende zu bewölktem Himmel und Regenfällen in weiten Teilen von Luzon führen, insbesondere in den westlichen Abschnitten von Nord- und Süd-Luzon. Der Monsun könnte zudem Mindanao sowie Teile von Visayas und Süd-Luzon beeinflussen, wobei in Gebieten wie Palawan, Mindoro und Iloilo mit zeitweisen Regenfällen zu rechnen ist.