Traditionelle Ernährung als Schlüssel für Gesundheit und Umweltschutz
Die Wiederbelebung indigener Ernährungsgewohnheiten und der Vorzug lokaler Erzeugnisse gegenüber hochverarbeiteten Lebensmitteln können sowohl die öffentliche Gesundheit verbessern als auch die Umwelt schützen. Im Rahmen der im Juli stattfindenden Ernährungsmonats-Feierlichkeiten betonte Kelly L. Kengay, Krankenpfleger am Conner District Hospital in Apayao, diese Vorteile.
Eine gute Ernährung beruht laut Kengay auf drei Säulen: einer ausgewogenen Ernährung, einer sicheren Lebensmittelzubereitung und einer ausreichenden Nährstoffaufnahme. Er verwies dabei auf das grundlegende Prinzip der „Go, Grow, Glow“-Ernährung und betonte, dass Mahlzeiten vorrangig Gemüse, Obst, Wurzelgemüse und natürlich vorkommende lokale Produkte enthalten sollten. Diese Ernährungsgewohnheiten wurden im Rahmen der „Sirib Series“ diskutiert, die vom Gesundheitsministerium in der Region Cordillera (DOH-Cordillera) organisiert wurde.
Die zunehmende Vorliebe für Fast Food, Fertiggerichte und zuckerhaltige Getränke bereitet Kengay Sorgen. Diese Ernährungsgewohnheiten trügen zu steigenden Zahlen von Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes bei. Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang zwischen der Wahl der Lebensmittel und dem Klimawandel: Veränderte Wetterbedingungen beeinflussen die Ernteerträge, während nicht nachhaltige Ernährungssysteme und Lebensmittelverschwendung die natürlichen Ressourcen zusätzlich belasten.
Jede Entscheidung bei der Lebensmittelwahl hat Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt, so Kengay. Der Kauf lokaler, frisch geernteter Produkte unterstütze die Landwirte und reduziere den CO2-Fußabdruck. Indigene Praktiken, wie das Einwickeln von Lebensmitteln in Bananenblätter oder die Verwendung von Kokosnussschalen und Holzutensilien, seien nicht nur kulturell wertvoll, sondern auch gesundheits- und umweltfreundlich. Im Gegensatz zu Kunststoffen, die schädliche Chemikalien abgeben können, schützten natürliche Materialien das Wohlbefinden und die Umgebung und förderten ein Null-Abfall-Prinzip.
Kengay rief Gesundheitshelfer und Gemeinden dazu auf, eine kulturell angemessene und nachhaltige Ernährung zu fördern. Er ermutigte Familien, zu traditionellen Gerichten wie Dinengdeng oder Pinakbet zurückzukehren, da diese pflanzenreich, erschwinglich und leicht zugänglich seien. Eine gesunde Ernährung müsse weder teuer noch kompliziert sein, sondern beginne mit der Wahl von natürlichen, lokal angebauten Lebensmitteln. Zudem appellierte er an die Menschen, Lebensmittel wertzuschätzen und Verschwendung zu vermeiden, um die harte Arbeit der Landwirte zu respektieren.