Theaterproduktion ehrt Aktivisten Emman Lacaba und internationale Vorbilder
Das Theaterstück „Farewell, Let’s Go to the South“ setzt sich in einer grenzüberschreitenden Produktion mit dem Leben und dem Erbe dreier ikonischer Aktivisten auseinander. Im Zentrum der Aufführung stehen der philippinische Dichter und Kämpfer Emman Lacaba, der argentinische Revolutionär Che Guevara sowie der südkoreanische Arbeiterrechtler Jeon Tae-il.
Emman Lacaba, der als „Poet Warrior“ der Philippinen bekannt ist, war ein vielseitiger Künstler, der als Schriftsteller, Dichter, Dramatiker und Musiker wirkte. Er war einer der ersten landesweit bekannten kreativen Köpfe, der sich dem bewaffneten Kampf gegen die damalige Marcos-Diktatur anschloss. Lacaba verließ das Stadtleben, um sich der Basisbewegung der Arbeiter anzuschließen, und kämpfte später in Mindanao. Er wurde 1976 durch Regierungskräfte getötet. Seine literarischen Werke, darunter die Sammlungen „Salvaged Poems“ (1986) und „Salvaged Prose“ (1992), sicherten ihm ein bleibendes Vermächtnis.
Die Produktion thematisiert zudem das Schicksal von Ernesto „Che“ Guevara, einer zentralen Figur der kubanischen Revolution und Theoretiker der Guerillakriegsführung. Sein Tod durch die bolivianische Armee machte ihn weltweit zu einem Symbol des linken Radikalismus. Ebenfalls Teil der Inszenierung ist Jeon Tae-il, ein südkoreanischer Textilarbeiter, der 1970 durch Selbstverbrennung auf die prekären Arbeitsbedingungen in Südkorea aufmerksam machte und damit die Gewerkschaftsbewegung in seinem Land vorantrieb.
Das Stück wurde am Tanghalang Ignacio Gimenez des Cultural Center of the Philippines (CCP) aufgeführt. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Assignment Theater aus Taiwan, dem Space Theater aus Korea und dem Tanghalang Pilipino aus den Philippinen. Die Aufführung nutzt physisches Theater, poetische Sprache und Live-Cello-Musik, um die Themen Revolution, Opferbereitschaft und das kollektive Gedächtnis zu erkunden. Die Inszenierung reflektiert die letzten Gedanken der drei Männer und setzt sich mit den Kosten des Widerstands gegen Macht und Kontrolle auseinander.