Gesundheit: Metro Manila

Studie: Unabhängigkeit wird für Filipinos zum neuen Ideal im Alter

Im Zuge einer steigenden Lebenserwartung verändert sich das Verständnis von Erbe und Vorsorge auf den Philippinen. Laut der aktuellen „Manulife Asia Care Survey 2026“ streben immer mehr Filipinos danach, im Alter finanziell und körperlich unabhängig zu bleiben, um ihre Angehörigen nicht zu belasten.

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Symbolbild: Envato

Die Untersuchung, an der insgesamt über 9.000 Personen in Asien und 1.000 Personen auf den Philippinen teilnahmen, zeigt einen deutlichen Trend: Unabhängigkeit wird zunehmend als das wichtigste Vermächtnis betrachtet. Rund 88 % der Befragten gaben an, dass ihre Selbstständigkeit und finanzielle Freiheit das Erbe darstellen, das sie ihrer Familie hinterlassen möchten. Bei der jüngeren Generation der 25- bis 34-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei 95 %.

Für die Befragten bedeutet Unabhängigkeit vor allem, keine Last für andere zu sein, Entscheidungen ohne familiären Druck treffen zu können und Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung zu haben. Während 56 % derjenigen, die Unabhängigkeit als ihr Erbe sehen, ihre eigene Gesundheit und Lebensqualität als oberste Priorität nennen, äußerten 53 % Besorgnis über unvorhersehbare Ausgaben im Alter. Dies verdeutlicht die enge Verknüpfung von Gesundheit, finanzieller Sicherheit und Selbstversorgung.

Rahul Hora, Präsident und CEO von Manulife Philippinen, erklärte, dass das Konzept des Erbes über das bloße Hinterlassen von Besitz hinausgeht. Es beziehe sich nun verstärkt auf die bewussten Entscheidungen, die Menschen treffen, um gesund und lebensfähig zu bleiben. Er betonte die Notwendigkeit von Vorsorge und Finanzlösungen, um den komplexer werdenden Bedürfnissen im Alter gerecht zu werden.

Trotz des Bewusstseins für die Bedeutung der Gesundheit gibt es Defizite bei der praktischen Umsetzung. Zwar sind sich 92 % der Rolle der Prävention bewusst, doch nur 26 % der Befragten nutzen frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen, um chronische Krankheiten zu vermeiden. Zudem bauen lediglich 29 % aktiv soziale Kontakte auf, um Isolation im Alter vorzubeugen.

Ein erhebliches Hindernis für die geplante Unabhängigkeit ist die Belastung durch die sogenannte „Sandwich-Generation“. Viele Filipinos tragen gleichzeitig die Verantwortung für ihre Kinder und ihre alternden Eltern. Die Studie zeigt, dass 67 % der Befragten Familienangehörige pflegen, mit einem Durchschnitt von 32 Stunden pro Woche, was deutlich über dem regionalen Durchschnitt von 23 Stunden liegt. Zudem tragen 68 % finanzielle Verantwortung für Familienmitglieder und geben dafür teilweise fast die Hälfte ihres monatlichen Einkommens aus.