Strahlungsexposition bei Stahlwerk-Mitarbeitern in Pampanga festgestellt
EditIn einem Stahlwerk in der Provinz Pampanga zeigen zehn der insgesamt 283 Beschäftigten Symptome einer Strahlenbelastung. Grund für die Untersuchung ist die Entdeckung hochradioaktiver Stahlprodukte in der Anlage von Chuangxin Steel Incorporated während einer Razzia durch das National Bureau of Investigation (NBI).
Die Ermittlungen des NBI deuten zudem auf einen Zusammenhang mit einem schweren Unglück hin. Es gibt starke Anzeichen dafür, dass die beschlagnahmten, minderwertigen Stahlprodukte verwendet wurden, um das neunstöckige Gebäude zu errichten, das am 24. Mai in Angeles City, Pampanga, einstürzte.
Das PNRI warnte vor den erheblichen Gesundheitsrisiken durch den Kontakt mit radioaktivem Stahl. Maria Teresa Salabit, leitende Wissenschaftliche Forschungsbeauftragte des PNRI, erklärte, dass die Strahlung das innere Weichgewebe des Körpers schädigen und das Blut kontaminieren könne. NBI-Direktor Melvin Matibag verwies in diesem Zusammenhang auf Markierungen und Fotos, die eine Verbindung zwischen dem Einsturz und den Produkten von Chuangxin Steel belegen.
Neben der radioaktiven Belastung untersuchen die Behörden weitere illegale Aktivitäten im Werk. Das NBI stellte Stahlprodukte im Wert von einer Milliarde Pesos sicher. Zudem wurden große Mengen an Münzen gefunden, die zum Schmelzen bestimmt waren, ein nach philippinischem Recht illegaler Vorgang. Die Ermittler prüfen derzeit die Hintergründe sowie mögliche Verstöße gegen die Gesetze der Zentralbank (Bangko Sentral). Das Department of Environment and Natural Resources (DENR) hatte gegen das Unternehmen bereits zuvor eine Betriebsuntersagung erlassen.


