Solarbetriebenes Aquaponik-System zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion entwickelt
EditForscher der Central Mindanao University (CMU) haben ein hybrides, solarbetriebenes Aquaponik-System entwickelt, das die nachhaltige Lebensmittelproduktion durch die Kombination von Fischzucht und bodenlosem Gemüseanbau unterstützt. Das Projekt, das vom Fachbereich für Agrar- und Biosystemtechnik (ABE) der CMU in Zusammenarbeit mit studentischen Forschenden geleitet wurde, wurde an der Bukidnon National School of Home Industries (BNSHI) in Maramag, Bukidnon, umgesetzt.
Das System nutzt ein geschlossenes Kreislaufsystem, das durch ein 435-Watt-Solarpanel mit Batterieunterstützung betrieben wird. Dies ermöglicht einen kontinuierlichen Betrieb, auch während der Nachtstunden oder bei geringer Sonneneinstrahlung. Zur automatisierten Überwachung nutzt die Anlage eine Arduino-basierte Steuerung, die über Sensoren wichtige Wasserparameter wie Temperatur, pH-Wert und gelösten Sauerstoff in Echtzeit erfasst. Diese Daten dienen der optimalen Haltung von Nil-Tilapia und Black Behi Pechay.
Im Rahmen der Untersuchungen verglichen die Forschenden zwei verschiedene Filtrationsdesigns: ein System mit fünf Trommeln und eines mit drei Trommeln. Während beide Varianten ein gesundes Wachstum der Tilapia ermöglichten, erwies sich das fünf-trommelige System als effizienter für den Gemüseanbau. Es erzielte mit durchschnittlich 0,0291 Kilogramm pro Pflanze einen höheren Pechay-Ertrag als das drei-trommelige System, das 0,0222 Kilogramm pro Pflanze lieferte. Die Forscher führen dies auf eine verbesserte mechanische und biologische Filtration zurück, die mehr Raum für nützliche Mikroorganismen bietet, welche Fischabfälle in pflanzliche Nährstoffe umwandeln.
Neben dem technischen Aspekt dient die Anlage als Lernort für Schüler der BNSHI. Die Lernenden erhalten so praktische Einblicke in die Agrartechnik, erneuerbare Energien, Automatisierung und Umweltüberwachung. Das Projekt ergänzt zudem das „Gulayan sa Paaralan“-Programm des Bildungsministeriums, indem es einen energieeffizienten und klimaresilienten Ansatz zur Förderung der Ernährungssicherheit in Schulen aufzeigt.





